#RETTETMOPPI

Familie und Vermieter suchen Lösung für Kater Moppi

Darf Moppi doch bleiben und seine Treppe behalten? Ein Treffen schuf nun Hoffnung.
Nicht nur Emma und Romy wollen unbedingt, dass Moppi bleibt.
Nicht nur Emma und Romy wollen unbedingt, dass Moppi bleibt. Privat
Neustrelitz.

Das Schicksal von Kater Moppi aus Neustrelitz könnte sich doch noch zum Guten wenden. Donnerstagmorgen haben seine Besitzerin Nancy Schulz und Vertreter der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (Neuwo) auf einem Treffen beschlossen, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. „Uns fällt schon was ein“, war Nancy Schulz im Anschluss frohen Mutes.

Mitarbeiter der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft hatten die Neustrelitzerin eigentlich dazu aufgefordert, die Katzentreppe von Moppi schnellstmöglich abzubauen. Doch diese nutzt der Freigeist nun mal, um durch die Gegend zu streunern. Da Nancy Schulz ihren Kater nicht einsperren will, standen bislang nur zwei Alternativen zur Auswahl: wegziehen oder den Kater ins Tierheim bringen. Das trieb unter anderem den Kindern der kleinen Familie, Romy und Emma, dicke Tränen in die Augen.

Was Moppi angestellt hat

Mittlerweile ist der Familie auch der Grund für den geforderten Abbau der Treppe bekannt: Kater Moppi soll im nahe gelegenen Spielplatz regelmäßig seine Notdurft verscharren. Anwohner hatten sich offenbar beschwert.

„Den Ärger kann ich nachvollziehen, aber es ist schwer zu ändern“, sagt die 35-Jährige. Schließlich liefe er nicht wie ein Hund an der Leine. Die Frist zum Abbau der Treppe sei aber jetzt erst mal aufgehoben worden. Möglicherweise gebe es schon in der nächsten Woche eine Einigung. Vorschläge lägen bereits zuhauf auf dem Tisch.

Dass jetzt alles plötzlich so schnell geht, überrascht nicht: Die Nordkurier-Berichterstattung über den drohenden Rausschmiss des Stubentigers Mitte der Woche hatte in der Region und in den sozialen Medien immer mehr Unterstützer auf den Plan gerufen. Unter dem Hashtag #rettetmoppi verfolgten Hunderte Tierfreunde auf Twitter das Schicksal des Stubentigers und drängten die Verantwortlichen bei der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (Neuwo) einzulenken.

Tierfreunde sind sehr besorgt

„Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, wie geht es Moppi?“, schrieb Christopher auf der Internet-Plattform. Nordkurier-Leser Thomas Nowag hatte auf Twitter sogar einen Brief an den Geschäftsführer der Neuwo veröffentlicht: „Sehr geehrter Herr Engelman, mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass der wunderbare Kater Moppi womöglich nicht bei seiner Familie bleiben darf. Ich bitte Sie herzlich darum, in dieser Sache Nachsicht walten zu lassen. Eine derart kleine wie auch überaus nützliche Treppe kann doch so störend wirklich nicht sein.“

Ebenso fordernd reagierten Leser: „Bitte seien Sie ein Mann, lieber Herr Engelmann, machen Sie Ihrem Namen alle Ehre und werden Sie zum Engel von Kater Moppi“, schrieb die gebürtige Neustrelitzerin Andrea Apmann dem Nordkurier. Die Menschen in Kiefernheide bräuchten dringend eine „Streicheleinheit“, damit nicht alles abgeschafft werde, was Ihnen lieb und teuer sei. „Lassen Sie bitte bei der derzeitigen Hitze nicht auch noch zu, dass sich unnötig die Gemüter erhitzen“, so Andrea Apmann.

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