Barrierefreies Wandern

Feldberg hat einen von drei Gelände-Rollstühlen Deutschlands

Wer die Schönheit Feldbergs trotz Handicap auch abseits barrierefreier Wege erkunden will, kann nun ein so besonderes wie seltenes Fahrzeug nutzen.

Er schnurrt wie ein Kätzchen, hat einen kleinen Wendekreis, und steile Berge sind für ihn kein Problem: Der geländegängige Rollstuhl, den der Verein „Birkenzweig – mit Handicap Urlaub genießen“, am Freitag in Feldberg vorgestellt hat, funktioniert tadellos. Der batteriebetriebene Offroad-Rollstuhl der Marke HexHog ist einer von bundesweit drei.

Er steht jedem zur Verfügung, der die Feldberger Eiszeitlandschaft auch abseits barrierefreier Wege erkunden möchte. „Wer sich für das Fahrzeug interessiert, kann sich einfach bei uns melden. Wir finden für jeden eine individuelle Möglichkeit“, sagte Berit Schmid-Voigtländer vom Verein. Seit zwei Jahren bemüht sich dieser um das Fahrzeug, sagte der Vorsitzende Dirk Schmid. „Akribische Arbeit steckt dahinter. Es sollte schon vor einem Jahr geliefert werden, aber es gab Produktionsschwierigkeiten.“ Nun seien alle Beteiligten froh, dass mit dem bis zu zehn Kilometer pro Stunde fahrenden Rollstuhl noch vor dem Winter Fahrten unternommen werden können.

Die Spezialanfertigung kostet rund 33.000 Euro. 90 Prozent der Summe wurde aus Leader-Fördermitteln aufgebracht, 10 Prozent hat die Gemeinde Feldberger Seelandschaft finanziert. Wer sich für den Gelände-Rollstuhl interessiert, erreicht den Verein unter der Telefonnummer 039831 52851, unter 0172 1729985 oder per E-Mail an info@birkenzweig-urlaub.org.

Susanne Böhm

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