KONJUNKTION

Feldberger beoachtet Annäherung von Jupiter und Saturn

Am Nachthimmel spielt sich ein seltenes Schauspiel ab, das erst in 60 Jahren wieder zu sehen ist. Ein Hobby-Astronom hat das in einem Foto festgehalten.
Der Mond wurde zur Darstellung der Größenverhältnisse von Heiko Adolf näher an die Planeten heranger&uuml
Der Mond wurde zur Darstellung der Größenverhältnisse von Heiko Adolf näher an die Planeten herangerückt. Saturn ist oben zu sehen, Jupiter unten rechts in der Ecke (Fotomontage). Fotos und Montage: Heiko Adolf
Feldberg ·

Die sternenklare Sicht der vergangenen Nächte war für Astronomen ein Glücksfall. Denn derzeit findet am Nachthimmel über Mecklenburg-Strelitz ein seltenes Ereignis statt, erklärt der Feldberger Hobby-Astronom Heiko Adolf. Die beiden größten Planeten des Sonnensystems, Jupiter und Saturn, stehen am südwestlichen Sternenhimmel dicht beieinander. Die größte Annäherung – von der Erde aus gesehen – findet zwar erst Montagabend statt, aber da wird die Sicht auf Sterne und Planeten aufgrund der Bewölkung wohl verdeckt sein.

„Nach Sonnenuntergang sichtbar”

Tolle Bilder lieferten aber dennoch die Sternennächte vom Ende der vergangenen Woche und so konnte Heiko Adolf die Annäherung von Jupiter und Saturn sogar in Bildern festhalten. „Die Planeten waren nach Sonnenuntergang sichtbar, bevor sie gegen 18 Uhr hinter dem Horizont verschwanden“, berichtet er. Mit 50-facher Vergrößerung hatte er sein Teleskop auf das Himmelsereignis gerichtet. Die durch das Fernrohrbild kopfstehenden und seitenverkehrten Bilder wurden anschließend gespiegelt und gekippt, damit die Situation seitenrichtig und aufrechtstehend dargestellt wird. Eben so, wie man sie am Himmel sehen könne, erklärt Heiko Adolf.

Konstellation erst wieder 2080

Die beiden Planeten stünden aktuell so eng beieinander am Himmel, dass sie mit einem Abstand von weniger als einer Vollmondbreite auch bei 50-facher Vergrößerung zusammen im Fernrohrbild sichtbar sind. Dies gelte eigentlich jedoch nicht für den Mond, der dafür zu weit weg stehe. Heiko Adolf hat den Erdtrabanten zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse in das Bild eingefügt. „Der Mond wurde digital etwas näher an die Planeten herangerückt, um alle drei Himmelskörper auf einem Foto abzubilden“, erklärt er. Der Größenmaßstab von Mond und Planeten blieb dabei unverändert.

Dort, wo Sterngucker Montagnacht eine freie Sicht haben, können sie den minimalen Abstand beider Planeten zueinander von etwa einem Fünftel der Vollmondbreite beobachten. Erst im Jahr 2080 werden Jupiter und Saturn wieder so dicht beieinander sichtbar sein.

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Kommentare (2)

Schönes Bild 👍 🌓

Für einen Hobby-Astronomen ist Feldberg natürlich eine recht günstige Umgebung, weil nur wenig "Lichtverschmutzung" existiert. In einer Großstadt hätten Hobby-Astronomen so gut wie keine Chance solch einem Hobby zu frönen. :-(