Namensänderung
Feldberger Bürgermeisterin hat geheiratet

Constance Lindheimer hat geheiratet und trägt jetzt den Nachnamen von Buchwaldt. Für die Wahlen zum Kreistag kandidiert sie noch unter ihrem bisherigen Namen Lindheimer.
Constance Lindheimer hat geheiratet und trägt jetzt den Nachnamen von Buchwaldt. Für die Wahlen zum Kreistag kandidiert sie noch unter ihrem bisherigen Namen Lindheimer.
Marlies Steffen

Constance Lindheimer hat einen neuen Namen und heißt von Buchwaldt. Aber was ist mit ihrer Kandidatur für den Kreistag unter dem Namen Lindheimer?

Nach Dienstschluss am Nachmittag noch einmal ins Rathaus der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft: Das hatte am vergangenen Freitag für Bürgermeisterin Constance Lindheimer (47) und ihre Begleitung einen besonderen Grund. Ziel war nämlich nicht das Zimmer der Bürgermeisterin. Der Weg führte schnurstracks ins Standesamt, wo sich Lindheimer traute und ihren langjährigen Lebensgefährten Henning von Buchwaldt (76) ehelichte. Der Termin sollte eigentlich streng geheim bleiben. Die Nachricht verbreitete sich aber dennoch in Windeseile in der Gemeinde und sprach sich sogar mitten im tiefen Wald im polnischen Drawa-Nationalpark herum, wo am zurückliegenden Wochenende eine aus vielen Feldbergern bestehende Delegation die Gegend erkundete. Auch der Nordkurier war dabei.

Kreiswahlleiterin schaut ins Gesetz

Dort wurde spontan auch eine Frage diskutiert: Was ist denn jetzt mit der Kandidatur der Sozialdemokratin für den Kreistag? Diese findet ja noch unter dem Namen Lindheimer statt, fragte einer der Exkursionsteilnehmer und verwies auf die Wahlplakate im Gemeindegebiet und in den umliegenden Orten. Constance von Buchwaldt, wie die Bürgermeisterin jetzt heißt, bestätigte inzwischen auf Nordkurier-Nachfrage ihre Eheschließung und den Wechsel ihres Nachnamens. Auf ihre Kandidatur für den Kreistag der Mecklenburgischen Seenplatte, in dem sie auch jetzt schon als Abgeordnete sitzt, habe dies jedoch keine Auswirkungen. Die Namensänderung sei dafür nicht maßgeblich, erklärte sie. Das bestätigte auch Kathrin Schmidt, die stellvertretende Kreiswahlleiterin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

Mit den Änderungen von Wahlvorschlägen beschäftigt sich Paragraf 19 der Wahlordnung Mecklenburg-Vorpommerns, erläuterte Kathrin Schmidt. Demnach sei bereits in Absatz 1 des Paragrafen geregelt, dass „nach der Entscheidung über die Zulassung jede Änderung eines Wahlvorschlages ausgeschlossen ist“. Dies gelte umso mehr, als dass eine Änderung des Stimmzettels technisch nur dann noch möglich sei, wenn er sich noch nicht im Druck befinde. Der Druck für die Kreistagsstimmzettel sei aber bereits abgeschlossen. Die Briefwahl sei außerdem längst im Gange. „Die Kandidatur ist aus meiner Sicht weiterhin gültig“, verdeutlichte Kathrin Schmidt.

Flitterwochen müssen warten

Zum Zeitpunkt der Zulassung des Wahlvorschlages im April sei der Hochzeitstermin auch noch nicht bekannt gewesen. Der Zeitpunkt der Eheschließung sei eher spontan entschieden worden, so Constance von Buchwaldt.

Die Kommunalwahlen am Sonntag, dem 26. Mai, und die Arbeit als Bürgermeisterin bestimmen indessen vorerst auch den Alltag der Frischvermählten. Flitterwochen werde es jetzt nicht geben, sagte sie. „Aber bestimmt irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt“.