Naturwunder

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Fetter Riese hat den Umzug hinter sich

Da musste erst einmal nachgemessen werden, ob der große Brocken auch auf die Ladefläche passt. Ein 13 Tonnen schwerer Gneis wurde kürzlich an der Kiesgrube nördlich von Neustrelitz verladen. 
Da musste erst einmal nachgemessen werden, ob der große Brocken auch auf die Ladefläche passt. Ein 13 Tonnen schwerer Gneis wurde kürzlich an der Kiesgrube nördlich von Neustrelitz verladen.
Tobias Lemke

Ein dicker Findling, wie er selten gefunden wird, ist jetzt in ein Neustrelitzer Naturschutzgebiet gebracht worden.

Nach einigen Tücken mit dem Kran baumelte der 13-Tonnen-Koloss dann doch noch am Haken. Jetzt wurde ein großer Findling aus der Kiesgrube Steinwalde nördlich von Neustrelitz in Richtung Kalkhorst abtransportiert. Dort soll der Brocken als Zeugnis der jüngsten Eiszeit die Landschaft zieren. Fürs Umsetzen des Findlings hat sich der Neustrelitzer Erwin Hemke vom Naturschutzbund (Nabu) eingesetzt.

„Im sogenannten ‚Strelitzer Bogen‘ der jüngsten Weichsel-Vereisung werden bei Erdarbeiten immer wieder große Findlinge gefunden“, erklärt der Naturfreund. In früheren Jahren seien die Steine oft zerschlagen worden, um die Überbleibsel für Fundamente und für den Straßenbau zu verwenden. Mittlerweile sei Schluss mit dieser Praxis, auch dank des langen Kampfes von Naturschützern.

Der neue Findling soll übrigens den Namen des Strelitzer Amtmannes Siemssen erhalten. Siemssen sei vor 250 Jahren geboren und habe Spuren auf dem Gebiet der Zoologie hinterlassen. Auch habe er sich mit der Geologie befasst, erklärt Hemke. Die Namensverleihung soll noch in diesem Jahr erfolgen.