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Feuerwehren müssen abspecken

Zu Fuß gehen müssen die Feuerwehrleute in Woldegks Ortsteilen künftig nicht. Auf große, teure Löschfahrzeuge dürfen sie aber nicht hoffen.
Zu Fuß gehen müssen die Feuerwehrleute in Woldegks Ortsteilen künftig nicht. Auf große, teure Löschfahrzeuge dürfen sie aber nicht hoffen.
Marius Becker

Viel Technik, aber wenig Kameraden – das geht nach Ansicht der Stadt Woldegk langfristig nicht gut. Daher sollen die Dorfwehren mit weniger Fahrzeugen auskommen, um die Stützpunktwehr zu stärken.

Die Stadt Woldegk setzt bei den Feuerwehren den ­Rotstift an. Ziel ist es, jährlich mindestens 20 000 Euro zu sparen. „Die Stützpunktwehr Woldegk und die Lösch­gruppen in Breden­felde, Rehberg, Hinrichshagen und Göhren kosten uns jährlich bis zu 110 000 Euro, wir müssen auf 90 000 Euro kommen“, rechnet Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) und will prüfen, „ob jede Löschgruppe eine komplette Ausrüstung braucht oder ob es sinnvoll wäre, wenn die Löschabteilungen kooperieren.“

Konkret könne das so aussehen: Hinrichshagen und Grauenhagen werden an Woldegk angegliedert. Bei der dortigen Stützpunktwehr stehen moderne Tanklöschfahrzeuge, auf den Dörfern nur noch Mannschaftstransporter. Zu den Einsätzen rücken die drei Abteilungen dann stets gemeinsam aus. Ähnlich läuft es in Bredenfelde und Rehberg bereits.

Woldegks Bürgermeister weiß, dass eine solche Idee nicht nur Zustimmung findet. Vielen Dorffeuerwehren, und seien sie noch so klein, sind ihre Eigenständigkeit und ihre technische ­Ausstattung wichtig. Darüber hinaus herrscht nicht zwischen allen Feuerwehrleuten eitel Sonnenschein. Mancher Wehr liefen nach solchen Sparmaßnahmen schon die Mitglieder weg. Fest steht laut Ernst-Jürgen Lode jedenfalls: Es ist nicht geplant, Feuerwehren ganz zu schließen.