Brandbekämpfung

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Feuerwehren wünschen sich Sirenen zurück

Die Feuerwehren wünschen sich wie hier in Mildenitz die Rückkehr der Alarmsirenen.
Die Feuerwehren wünschen sich wie hier in Mildenitz die Rückkehr der Alarmsirenen.
Robin Peters

Zurück zur alten, aber zuverlässigen Technik. Das hat sich die Mildenitzer Feuerwehr auf ihre Fahnen geschrieben. Sie möchte nämlich die Alarmsirene im Ort wieder aktivieren.

Wenn die Feuerwehren früher zu einem Einsatz gerufen wurden, heulten in den Städten und Dörfern in der Mecklenburgischen Seenplatte die Sirenen auf. Doch mit dem Einsatz von digitalen Empfängern, den sogenannten Piepern, die jeder Kamerad immer am Mann trägt, ging die Zahl der Sirenen zurück. Nun wünschen sich einige Feuerwehrleute jedoch die klassische Technik zurück, denn die Pieper haben manchmal so ihre Tücken.

„Wir wollen, dass die Sirene wieder aktiviert wird“, erklärte Rettungsdienstmitarbeiter Stefan Brylla im Namen der Feuerwehr Mildenitz auf der jüngsten Woldegker Stadtvertretersitzung. „Wir benutzen zwar unsere digitalen Meldeempfänger, doch oft ist der Empfang zu schlecht. Dadurch hat die Einsatzbereitschaft schon abgenommen, weil nicht alle Kollegen erreicht werden können“, erklärte Brylla.

Alarmierung über SMS hat auch ihre Tücken

Eine Alarmierung der Kameraden per SMS auf das Handy funktioniere laut Brylla auch nicht immer einwandfrei. „Die Nachricht braucht bis zu drei Minuten, bis sie ankommt, weil der Empfang oft zu schlecht ist.“

„Eine Sirene kann zudem im Falle einer Katastrophe die Einwohner rechtzeitig warnen und auf Gefahren aufmerksam machen“, sagt Brylla. Das sieht auch Kreiswehrführer Norbert Rieger so. „Sirenen gehören eigentlich in jedes Dorf“, so Rieger. „Sie sind ein sicheres Mittel zur Alarmierung der Wehren, aber auch zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall“, sagt der Kreiswehrführer.

Einstiger Besitzer war genervt vom Alarmton

In Mildenitz ist die Technik auf dem Dach eines Hauses neben dem ehemaligen Gutshaus installiert und tat bis vor ein paar Jahren ihren Dienst. Der ehemalige Besitzer sei von dem Alarmton aber so genervt gewesen, dass er kurzerhand die Sicherungen herausdrehte und der Anlage den Strom abstellte, so Brylla. Somit verstummte die Sirene. Doch nun steht das Gebäude zum Verkauf und es bietet sich die Chance, die Sirene wieder zu aktivieren.

In Neustrelitz wird ein Mal im Monat getestet

Auch in der Kleinseenplatte wünschen sich viele Feuerwehren den Erhalt der Sirenen. „Die müssen unbedingt bleiben“, sagt Amtswehrführerin Anke Krüger. Zum Glück hätten ihrer Meinung nach, die Gemeinden die Notwendigkeit erkannt. So sei geplant, die Sirenen in Mirow und Wesenberg nach und nach zu erneuern. „Wir brauchen unabhängige Sirenen mit Akkubetrieb, die auch bei Stromausfällen funktionieren“, so Krüger. Vergangenes Jahr sorgten starke Herbststürme für einen flächendeckenden Stromausfall. Die Wehren konnten dadurch nicht mehr vernünftig alarmiert werden.

Natürlich werden die Pieper weiter von den Feuerwehrleuten genutzt. Doch auch in Neustrelitz seien diese nicht immer zuverlässig, sagt Thomas Tschirch von der Neustrelitzer Feuerwehr. „Einige Kameraden wünschen sich deshalb, dass die Sirenen zumindest tagsüber wieder aktiviert werden“, so Tschirch. In der Nacht sollen die Neustrelitzer aber weiter ruhig schlafen können.

In Neustrelitz gibt es noch drei Signale, die einmal im Monat getestet werden. Wenn ein Einsatz ansteht, werden die Sirenen aber nicht aktiviert. „Die sind für den Katastrophenfall zur Warnung der Bevölkerung gedacht und nicht zur Alarmierung der Feuerwehr. Um die gesamte Stadt abzudecken, brauche es aber mehr Sirenen“, so Tschirch.

Mitte der 1950er Jahre flächendeckend eingeführt

Mitte der 1950er Jahre wurden in Deutschland die Sirenen flächendeckend zum Schutz der Bevölkerung eingeführt. Mit Ende des Kalten Krieges, aus Kostengründen und der Einführung der digitalen Pieper verschwanden sie aber nach und nach. Nun rücken sie wieder vermehrt in den Blickpunkt. Bereits vor zwei Jahren empfahl die Landesregierung in ihrem Katastrophenschutzbericht die Anlagen zur Alarmierung der Bevölkerung im Katastrophenfall. Die Feuerwehren wollen das Revival nun nutzen, um wieder alle Kameraden schnell erreichen zu können.

Kommentare (5)

Das Erklären des Katastrophenfalles ist in Deutschland eine politische Entscheidung und obliegt dem Hauptverwaltungsbeamten (in der Regel der Landrat oder Oberbürgermeister in kreisfreien Städten). Mit Erklärung der Katastrophe gehen die Einsatzleitung und die Kostentragungspflicht auf dessen Behörde über (Quelle Wiki). Ein Unfall mit Verletzten, ein Brand einer Mülltone, eine Ölspur auf der Landstrasse usw usw ist KEIN Katastrophenfall. Wenn jetzt also die Kameraden glauben wieder die Sirene zur Alarmierung nutzen zu können irren sie sich gewaltig. Es muss nicht eine ganze Stadt mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen werden um zu erfahren, das mal wieder ein Einsatz der Feuerwehr ansteht. Oder geht es hier vielleicht nur um Anerkennung für ihr tun? Dieser Hang zum Narzismus scheint gerade bei der Feuerwehr weit verbreitet.

Donnerwetter, nun werden schon die Kameraden der Feuerwehren als Nazis bezeichnet. So langsam sollte mal Schluss damit sein , das jeder dahergelaufene linke alle die anderer Meinung sind gleich als Nazis bezeichnet!

von Nazis war keine Rede. Wenn sie Probleme mit einer Leseschwäche haben holen sich sich Hilfe.

wenn sie richtig lesen würden und nicht nur über den Text fliegen dann würden sie erkennen, das in keinster Weise das Wort Nazis verwendet wurde. Um ihnen den Unterscheid zwischen NARZISMUS und NAZIS zu erklären bräuchte ich bei ihnen wahrscheinlich eine Woche oder länger. Also suchen sie selbt nach der Definition und machen sich schlau falls das in ihrem Fall überhaupt möglich ist.

Bevor sie hier mit ihrer angeblichen Schlauheit prahlen sehen sie im Duden nach , wie NARZISSMUS richtig geschrieben wird, setzen 6. Sie selbstverliebter Heini.