AMTSANMAßUNG

Feuerwehrmann missbraucht Blaulicht für Arbeitsweg

Mit Blaulicht im Privatauto hat die Polizei bei Neustrelitz einen Fahrer gestoppt. Selbst wenn er auf dem Weg zu einem Einsatz gewesen wäre, hätte der Feuerwehrmann Ärger bekommen.
Der Einsatz von Blaulicht ist an Privatautos nicht erlaubt.
Der Einsatz von Blaulicht ist an Privatautos nicht erlaubt.
Neustrelitz.

Die Neustrelitzer Polizei hat am Dienstagmorgen eine Anzeige wegen Amtsanmaßung gegen einen jungen Feuerwehrmann erstellt. Gegen 7.20 Uhr war der 23-Jährige den Beamten am Ortausgang Richtung Userin mit eingaschaltetem Blaulicht im Frontbereich seines Pkw entgegengekommen.

Die Polizisten wendeten und verfolgten das Auto unter Benutzung von Sondersignalen, bis sie es schließlich in Lindenberg stoppen und kontrollieren konnten. Das Blaulicht war zu diesem Zeitpunkt noch eingeschaltet.

Blaulicht angeblich aus Versehen eingeschaltet

Bei dem Fahrer handelte es sich um einen Mann deutscher Staatsangehörigkeit, der nach eigenen Angaben auf dem Weg zur Arbeit war. Auf Nachfrage, warum er mit einem eingeschalteten Blaulicht fährt, sagte der Mann, dass er im Notfall als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr schnell zum Einsatzort kommen müsse. Er sei angeblich versehentlich an den Startknopf des in der Frontscheibe befestigten Blaulichts gekommen.

Die Beamten haben den Mann rechtlich darüber belehrt, dass die Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten nur Berechtigten wie beispielsweise Rettungskräften, Polizei und Feuerwehren unter der Beachtung der Sorgfaltspflicht erlaubt ist. Einschlägige Normen sind hier die §§ 35 und 38 der STVO, teilte die Polizei weiter mit. Privatfahrzeugen ist dies nicht erlaubt, auch nicht um als Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr mit seinem Privatfahrzeug schneller zum Einsatzort zu gelangen.

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