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ARD-Vierteiler

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Filmdreh zu „Die Toten von Mirow“ gestoppt

Erst im kommenden Jahr wird Mirow nun Filmkulisse.
Erst im kommenden Jahr wird Mirow nun Filmkulisse.
Touristinfo Mirow

Obwohl fast alles schon in Papier und Tüten war, sollen die Arbeiten an dem ARD-Vierteiler doch nicht Ende Mai beginnen. Was ist der Grund?

Die Handlung stand fest, die Drehorte waren größtenteils ausgesucht. Die Filmcrew hatte sich schon aufgemacht zur Vorbesichtigung in der Mecklenburgischen Kleinseeplatte. Eigentlich sollte die erste Klappe für den ARD-Vierteiler Ende Mai fallen. Doch nun wurden die Arbeiten vorerst gestoppt. „Die Drehbücher müssen noch einmal überarbeitet werden“, gibt Herstellungsleiter Holger Heinßen von der Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft, die das Projekt im Auftrag des NDR umsetzen soll, als Grund für den Stopp an. „Deswegen haben wir die Dreharbeiten um ein Jahr verschoben“, sagt Heinßen.

„Das ist nichts Ungewöhnliches und gehört zum Geschäft dazu. Gerade bei vier umfangreichen Drehbüchern und vielen Beteiligten kommt es oft vor, dass noch Änderungen vorgenommen werden“, erklärt der Herstellungsleiter weiter. Die Haupthandlung soll aber nicht verändert werden, nur einzelne Charaktere werden noch einmal überarbeitet. „Da möchte jeder noch ein bisschen mitreden – vom Schauspieler bis hin zu den Verantwortlichen des NDR“, sagt Heinßen.

Alles dabei: dubiose Klinik, Stasi, Geheimdienste

Im Film wird Mirow zum Standort einer fiktiven Klinik, in der zu DDR-Zeiten Medikamententests von westdeutschen Pharma-Unternehmen durchgeführt wurden. Im weiteren Verlauf sollen von drei Kommissaren Skandale um einen Kinderschänderring aufgedeckt werden, in denen auf dubiose Weise Stasi, Geheimdienste und die westdeutsche Pharmaindustrie verwickelt zu sein scheinen, heißt es auf der Homepage der Nordmedia Film- und Mediengesellschaft, die das Projekt mit 1,51 Millionen Euro fördert.

Für die Umsetzung waren im März Drehortsucher, sogenannte Locationscouts, in der Gegend um Mirow unterwegs und suchten nach geeigneten Kulissen. Dabei hatten sie unter anderem schon den Naturcampingplatz bei Fleeth am Mössensee und die Dorfkirche in Babke ins Auge gefasst. Auch wurden Privathäuser mit viel Platz gesucht. „Ich kann zwar nichts Genaues sagen, aber es ist gut möglich, dass wir auf diese Drehorte zurückkommen“, sagt Location-scout Herbert Müller. „Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, denn die Gegend ist wunderschön und ich habe sehr viel entdeckt. Falls es für diesen Film doch nichts werden sollte, dann vielleicht aber für ein anderes Filmprojekt“, sagt Müller. „Die Polyphon wird dann auf die Leute zurückkommen und sie noch mal fragen, ob sie noch mitmachen wollen“.

Verschiedene Drehorte geplant

Ursprünglich sollte in diesem Jahr von Ende Mai bis Oktober neben der mecklenburgischen Kleinseeplatte auch in Hannover, Hamburg und Schwerin gedreht werden. Der Film sollte dann im Frühjahr 2019 in der ARD laufen. Nun kommt die Mecklenburgische Kleinseeplatte wohl erst in zwei Jahren groß heraus.