Unsere Themenseiten

:

Flieger oder Fähre, das ist die Frage

Jede Menge Spaß hatten deutsche und dänische Jugendliche, als zwei der Gastschülerinnen den nicht ganz ernst gemeinten Song „Dänen lügen nicht“ sangen.[KT_CREDIT] FOTO: gr

VonAndré GrossDie neue deutsch-dänische Schulpartnerschaft des Carolinums lässt sich gut an.Neustrelitz.Eine ereignisreiche Woche liegt hinter15 ...

VonAndré Gross

Die neue deutsch-dänische Schulpartnerschaft des Carolinums lässt sich gut an.
Neustrelitz.Eine ereignisreiche Woche liegt hinter
15 Schülerinnen und Schülern des Nørre Gymnasiums in Kopenhagen. Die Zehntklässler, begleitet von zwei Lehrerinnen, haben den Besuch von Altersgefährten aus dem Neustrelitzer Gymnasium Carolinum im März unmittelbar erwidert.
„Es hat alles gut funktioniert, beide Schulen passen super zusammen und nun können wir daran gehen, die neue Partnerschaft auch vertraglich zu besiegeln“, fasste Carolinum-Leiter Henry Tesch gegenüber dem Nordkurier den Probelauf zusammen. Damit hätte die Neustrelitzer Einrichtung dann zwei Partner in dem skandinavischen Nachbarland. Bereits seit langem kooperiert das Neustrelitzer Carolinum mit dem Gymnasium in Støvring, 20 Kilometer von Åalborg entfernt, im dänischen Landesteil Jütland.
Auch wenn für die Kopenhagener das berühmte „frohe Jugendleben“ in Deutschland groß geschrieben wurde, hieß es in den zurückliegenden Tagen gemeinsam mit deutschen Gymnasiasten auch die Schulbank drücken. Die jungen Leute beschäftigten sich im Rahmen eines Deusch-Projektes mit der DDR-Literatur, wobei die Schriftstellerin Brigitte Reimann im Mittelpunkt stand. Ausflüge führten die Gäste nach Waren zum Müritzeum und nach Berlin ins Lindenberg-Musical „Hinter dem Horizont“ sowie zum Bundestag. Hinzu kam ein Kinonachmittag in der Schule mit dem Erfolgsfilm „Good bye Lenin“.
Der Schüleraustausch ist einmal jährlich geplant, wobei die Dänen vermutlich immer wie terminlich gehabt nach Neustrelitz kommen werden. „Um diese Zeit reist bei denen die ganze Schule“, erläuterte Tesch. Froh sei er auch, dass die private Unterbringung der Schüler in beiden Ländern kein Problem darstellt. Nur eines sei noch nicht geklärt: Ob der Flugweg oder die Fährverbindung die günstigere Variante ist. Seine Schüler, so Tesch, hätten jedenfalls die entspannte Tour zu Wasser sehr genossen. Die Dänen stiegen in die Lüfte.

Kontakt zum Autor
andregross@nordkurier.de