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Flügellose Zeit hat bald ein Ende

Für neues Stroh in der Ausstellung sorgt Woldegks Mühlenwart Roland Stapel dieser Tage. Noch herrscht oben an der Haube gähnende Leere. Das soll sich aber schon bald ändern.
Für neues Stroh in der Ausstellung sorgt Woldegks Mühlenwart Roland Stapel dieser Tage. Noch herrscht oben an der Haube gähnende Leere. Das soll sich aber schon bald ändern.
Tobias Lemke

Bis zum Mühlenfest am Pfingstwochenende soll Woldegks Wahrzeichen auf jeden Fall wieder komplett in der Sonne glänzen. Anvisiert war die Montage der neuen Flügel an der Holländermühle möglichst schon im April. Nun konnte ein Termin verkündet werden.

Mühlenwart Roland Stapel ist nicht der einzige, der diesen besonderen Tag herbeisehnt. „Die Leute fragen mich laufend, wann es denn endlich soweit ist“, erzählt er. Dabei haken nicht nur die Museumsbesucher nach, sondern vor allem die Mühlenstädter selbst. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass die Woldegker so sehr an ihrem Wahrzeichen hängen“, sagt Stapel. Begierig wird in der Stadt nämlich der Tag erwartet, an dem die Museumsmühle ihre neuen Flügel erhält.

Bis zum Freitag dieser Woche wusste selbst der Mühlenwart noch nicht, wann die Montage über die Bühne gehen soll. Aller Voraussicht nach werde es aber schon in der kommenden Woche am 18. April soweit sein, lautet die gute Nachricht aus dem Woldegker Bauamt. Zwei Tage vor dem Anbringen werden die Flügel vom Handwerksbetrieb aus Sachsen geholt, und am Tag vor der Montage werde alles ausgemessen und überprüft. „Damit auch alles perfekt passt“, erklärt Bauamtsleiter Manfred Balzer.

Spezialist in Sachsen beauftragt

Schon weit länger als ein Jahr muss Woldegks Wahrzeichen ohne Flügel auskommen. Im Juni 2013 brach eine der vier Streben bei einer Windböe ab. Weil das Material nach 25 Jahre ermüdet war, wurde anschließend die Gesamtkonstruktion abgenommen. Für den Bau der neuen Flügel wurde Zimmerer Martin Wernicke aus dem sächsischen Kyhna beauftragt. „Wir sind fast fertig. Nur noch ein paar Leisten und Schrauben müssen ‚ran“, berichtet der Fachmann, der auf Mühlenteile spezialisiert ist.

In der 1883 als Holländer errichteten Mühle hat die Museumssaison derweil natürlich auch ohne Flügel schon begonnen. „Aber wenn sich oben was dreht, dann lockt das schon mehr Besucher an“, weiß Stapel, der am 1. April übrigens sein 25. Dienstjubiläum als Mühlenwart feierte. Das Museum auf dem Woldegker Mühlenberg, zu dem auch die im Originalzustand erhaltene Ehlertsche Mühle gehört, hat täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.