Eine 60-Jährige aus Feldberg (Symbolbild) hat am Telefon genau hingehört und so einen Betrug verhindert.
Eine 60-Jährige aus Feldberg (Symbolbild) hat am Telefon genau hingehört und so einen Betrug verhindert. HighwayStarz
Enkeltrick verhindert

Frau wird stutzig, als der Betrüger „Mama” sagt

Ein Telefon-Betrüger verwendet ein Wort, das eine Mutter von ihrem echten Sohn so gar nicht kennt. Die 60-Jährige bewahrt sich mit ihrer Skepsis vor Schlimmerem.
Feldberg

Schon wieder ist ein Enkeltrick bei der Polizei bekannt geworden. “Mama, hilf mir bitte!“ so lautete der vermeintliche Anruf ihres Sohns, auf den eine 60-jährige Frau aus dem Bereich der Feldberger Seenlandschaft beinahe hereingefallen wäre.

Der Schockanruf des Betrügers war wie aus dem Lehrbuch, konstatiert Claudia Tupeit, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Angeblich habe der Sohn einen Unfall verursacht und brauche jetzt Geld, um den Führerschein nicht zu verlieren. Mehrere tausend Euro würde er benötigen.

Am besten Code-Wörter absprechen

Die Stimme am Telefon klang komisch, aufgeregt und machte die Mutter auch stutzig. Doch womit die Betrüger nicht gerechnet haben: Der echte Sohn der 60-Jährigen nennt seine Mutter nie „Mama“. Prompt beendete die Frau das Telefonat und rief bei ihrem echten Sohn an. Kurze Zeit meldete sie den Betrugsversuch der Polizei.

So ein glücklicher Zufall habe die Frau nicht nur vor Schaden bewahrt. Er zeige auch, wie wichtig es ist, bei Anrufen mit Geldforderungen auf kleine Unstimmigkeiten zu achten und dadurch misstrauisch zu werden. Die Polizei rät zudem dazu, dass Angehörige untereinander Signal- oder Codewörter absprechen, die im Zweifelsfall abgefragt werden können, um die Identität zu prüfen. Betrüger werden immer dreister und gehen weiterhin sehr erfolgreich vor. Daher gibt es auch ein neues Projekt der Polizei, das gerade in dieser Woche der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und mit dem Enkeltrick und Co. noch stärker der Kampf angesagt werden soll.

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