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Freche Camper scheren sich einen Dreck ums Zelt-Verbot

VonMarlies SteffenDie Natur-Badestelle am Domjüchsee am Stadtrand von Neustrelitz wird gern zum illegalen Übernachten und Feuermachen benutzt. Offenbar ...

VonMarlies Steffen

Die Natur-Badestelle am Domjüchsee am Stadtrand von Neustrelitz wird gern zum illegalen Übernachten und Feuermachen benutzt. Offenbar macht das keine Probleme, denn zum Kontrollieren kommt kaum jemand vorbei.

Neustrelitz.Es passiert immer wieder. Und offenbar haben die Akteure auch relative Narrenfreiheit. Solange jedenfalls, wie sie das elfte Gebot beachten „Du sollst Dich nicht erwischen lassen“. Immer wieder stehen Camper an der Badestelle am Domjüchsee am Rande von Neustrelitz. Obwohl dort Zelten verboten ist. Sogar ein Schild weist darauf hin. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Illegalen überführt werden, ist indessen nicht allzu groß. Die Ordnungsamtskräfte der Stadt müssten eigentlich ein wachsames Auge darauf haben. „Wir kontrollieren sporadisch, aber ständig und vor allem am Wochenende können wir dort nicht vor Ort sein“, sagt Rathaussprecherin Petra Ludewig. Die Stadt verweist auch darauf, dass sie insgesamt sechs Naturbadestellen zu betreuen hat. Das Zelten ist zudem nicht das einzige Problem am Domjüch-See. „Nachts wird da offenbar regelmäßig etwas veranstaltet, immer wieder finden wir frische Lagerfeuer“ Auch Autospuren würden häufiger auf der Liegewiese gesichtet, obwohl eine Parkgelegenheit sich gleich nebenan befindet, sagt Regiehof-Leiter Holger Pflugradt. Der Regiehof beräumt den Platz regelmäßig montags und freitags vom Unrat.
Die idyllisch gelegene Liegewiese am Domjüchsee gehört zu den offiziellen Badestellen der Stadt Neustrelitz. Wie Rathaussprecherin Petra Ludewig weiter sagte, gehe die Stadt allen Hinweisen nach, wenn es Probleme mit Ordnung und Sicherheit gebe. Bürger, die Lärm, Zelten, Feuer und ähnliche Vorkommnisse bemerken, sollten sich an das Ordnungsamt oder außerhalb der Dienstzeiten der Verwaltung an die Polizei wenden.
Als besonders problematisch sieht die Stadt an, dass immer wieder bis an die Badestelle heran gefahren werden kann. Der Weg gehört dem Land. Das Referat Liegenschaften werde mit dem dort zuständigen Bereich das Gespräch suchen, um eine Sperrung des Weges von der Kreisstraße aus zu erreichen.

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m.steffen@nordkurier.de