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Fünf Firmen starten mit Schülern ins Netzwerk

VonSusanne BöhmGeschäftsleute in Woldegk wollen ihre Stadt voranbringen. Als erstes bieten sie Jugendlichen bezahlte Praktika an.Woldegk.Geschäftsleute ...

VonSusanne Böhm

Geschäftsleute in Woldegk wollen ihre Stadt voranbringen. Als erstes bieten sie Jugendlichen bezahlte Praktika an.

Woldegk.Geschäftsleute übernehmen Verantwortung – nicht nur für ihre eigenen Betriebe, sondern auch für ihre Stadt. Fünf in der Windmühlenstadt ansässige Firmen haben jetzt den Verband „Unternehmer für Woldegk“ gegründet.Die Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern, die Lang Metallwarenproduktion, die Tischlerei Hinz, Ingenieurbau Woldegk und das Autohaus Woldegkwollen Gutes für die Region tun.
Sie folgen dem Beispiel des Unternehmernetzwerk „17zwo58 – Feldberg bewegt Dich!“ in Woldegks Nachbargemeinde, das seit Jahren aktiv ist.
Jörg Monsig, Betriebsleiter in der Metallwarenproduktion, stellte das Unternehmernetzwerk jetzt in der Regionalen Schule in Woldegk vor. Auf die Schüler konzentriert sich die erste Initiative der Gewerbetreibenden. Die fünf Betriebe wollen Schülern in den Ferien bezahlte Praktika ermöglichen. Die jungen Frauen und Männer können wählen, wann und wie lange sie in welchem Betrieb arbeiten wollen. Wer möchte, kann alle Unternehmen ausprobieren. So lernen die Schüler die Berufszweige kennen, knüpfen Kontakte, und obendrein verdienen sie ihr erstes eigenes Geld. Das Projekt beginnt in diesen Sommerferien.
„Wir müssen ran an die jungen Leute. Wir brauchen sie in der Region und wollen sie halten“, so Jörg Monsig. „Viele Schüler wissen gar nicht, was es für tolle Unternehmen in Woldegk gibt.“ Schulleiter Christian Marg bewertete die Praktika als „ganz tolle Sache“. Es sei längst keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Praktikanten für ihre Arbeit bezahlt werden.
Welche Aktivitäten die „Unternehmer für Woldegk“ darüber hinaus in Angriff nehmen, wird die Zukunft zeigen. „Wir fangen gerade erst an und wollen erst einmal überlegen, was man alles machen kann“, so Jörg Monsig. Bei einem Besuch beim Nachbar-Netzwerk in Feldberg haben sich die Woldegker erklären lassen, wie dort gearbeitet wird. „Es ist Wahnsinn, was die machen, eine richtig gute Sache.“
Allerdings lasse sich das Feldberger Vorbild nur schwer auf Woldegk übertragen. Denn die Feldberger Geschäftsleute vereint der Tourismus, in dem viele von ihnen tätig sind. Der gemeinsame Wirtschaftszweig ist der rote Faden ihrer Zusammenarbeit. Das haben die Woldegker nicht. Dafür haben sie alle Möglichkeiten, die die Gewerke Metallbau, Holzverarbeitung, Baugewerbe, Automechanik und Landwirtschaft bieten. „Wir werden sehen, was wir für die Region tun können.“

Kontakt zur Autorin
s.boehm@nordkurier.de