Tourismus

:

Für den Brückenbau wird die L 34 dichtgemacht

Bislang künden unweit des Hechtsees nur ein paar unscheinbare Holzpflöcke von den geplanten Bauarbeiten für die Errichtung einer Radwegebrücke.
Bislang künden unweit des Hechtsees nur ein paar unscheinbare Holzpflöcke von den geplanten Bauarbeiten für die Errichtung einer Radwegebrücke.
Marlies Steffen

Der Radweg von Möllenbeck nach Feldberg endet bislang mitten auf der Strecke. Bald gehen die Bauarbeiten weiter – mit dem anspruchsvollsten Teilstück.

Wer sich dieser Tage die Mühe macht, an der Landesstraße 34 in Richtung Feldberg den schmalen Pfad zum Hechtsee herabzugehen, hat ein schwieriges Gelände vor Augen. An ihm beginnen in wenigen Tagen die Arbeiten für eine Radwegbrücke. Sie ist das anspruchsvollste Teilstück auf dem weitgehend parallel zur L 34 verlaufenden Radweg.

Bislang endet die Trasse am Abzweig nach Weitendorf. Bevor aber an dieser Anschlussstelle weiter gebaut wird, werden sich Bauarbeiter zuerst den Brückenbau vornehmen. Noch künden nur unscheinbare Holzpflöcke mit für den Laien seltsam anmutenden Zahlen- und Buchstabenkombinationen von den anstehenden Veränderungen. „PR1 8,00“ und „PR 2 8,00“ steht beispielsweise mit roter Schrift gepinselt. „Das sind Markierungen für die Bauwerksachsen“, hieß es aus dem Straßenbauamt.

Niveauunterschied von bis zu acht Metern

Das Gelände weist in dem Bereich vom Hechtseeufer bis zum Straßendamm einen Niveauunterschied von bis zu acht Metern auf. Dass die Brücke eine nicht alltägliche Herausforderung ist, bestätigt auch der Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, Jens Krage. Das zeige sich schon an den veranschlagten Kosten von rund 740 000 Euro. „Damit können wir sonst zwei bis drei Kilometer Radweg bauen“. Hier würde es gerade für knapp 100 Meter Brücke reichen. Krage verweist indessen darauf, dass für den Radwegebau auch Fördermittel zur Verfügung stehen. Und er betont, dass es bei der Planung des Bauwerks unbedingt naturschutzfachliche Aspekte zu berücksichtigen gab. Mit der jetzt beabsichtigten Bauweise könne das Biotop um den Hechtsee erhalten bleiben.

Baubeginn ist der 19. November

Die Brücke wird 80 Meter lang. Die Gründung erfolgt auf Stahlrohrrammpfählen und Spundwänden. Der Überbau besteht aus Stahlbetonfertigteilen. Baubeginn ist der 19. November, bis Juni 2019 soll die Brücke fertig sein. Während der Bauarbeiten wird es zu halbseitigen Sperrungen kommen. Zudem kündigte das Straßenbauamt in der Zeit zwischen dem 30. November und 12. Dezember Vollsperrungen an.