PROTEST

Für die Mirower Ortsumgehung nach Schwerin gereist

Die BI Umgehungsstraße Mirow hat sich in Schwerin über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Nun verzögerte sich das Bauprojekt auch noch.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Die BI-Mitstreiter Kevin Lierow-Kittendorf, Ursula Pilz und Marian Lopuszanski (von links) sowie Mirows Bürgermeister Hen
Die BI-Mitstreiter Kevin Lierow-Kittendorf, Ursula Pilz und Marian Lopuszanski (von links) sowie Mirows Bürgermeister Henry Tesch (2. von links) haben in Schwerin Vertreter des Verkehrsministeriums getroffen. BI Mirow
Mirow.

Vertreter der Bürgerinitiative (BI) Umgehungsstraße Mirow waren jetzt im Schweriner Verkehrsministerium zu Besuch. Damit wurde der in diesem Jahr in die Wege geleitete „strukturierte Dialog“ zur Ortsumgehung fortgesetzt. Die BI-Mitglieder haben bei der nun stattgefundenen Gesprächsrunde mehr Tempo von den Verantwortlichen gefordert. Der vor Monaten avisierte Zeitplan müsse schnellstens wieder aufgeholt werden.

„Hintergrund ist, dass die Planfeststellung für den Südteil der Ortsumgehung aus dem Zeitplan gelaufen ist“, erklärt Kevin Lierow-Kittendorf von der BI. Die Planfeststellung, der finale Schritt zur Erlangung von Baurecht, sollte für den ersten Teil der Straße eigentlich längst abgeschlossen sein. Vertreter des Verkehrsministeriums hatten nun von Schwierigkeiten berichtet, wonach es mittlerweile Engpässe aufgrund von Personal-Abwerbungen gebe. Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) erwähnte jüngst auch beim Bürgerforum in Neustrelitz, dass ausgerechnet ein für die Ortsumgehung Mirow zuständiger Planer das Straßenbauamt Neustrelitz in Richtung der bundeseigenen Autobahngesellschaft DEGES verlassen habe.

Unterlagen für Südabschnitt sollen im Frühjahr vorliegen

Der Neustrelitzer Straßenbauamtsleiter Jens Krage, der ebenso am Gespräch in Schwerin teilnahm, habe laut Lierow-Kittendorf aber versichert, dass seine Behörde aufgrund von Umstrukturierungen jetzt nachweislich vorankomme. Parallel werde an der Planfeststellung für den Westteil der Ortsumgehung gearbeitet. Einig sei man sich, dass die Unterlagen für den Südabschnitt im kommenden Frühjahr vorliegen müssen. Mirows Bürgermeister Henry Tesch (CDU), der ebenfalls mit ins Schweriner Verkehrsministerium fuhr, sprach zudem an, dass die Genehmigungen für die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen unbedingt abzuklären seien. Aus Sicht der Mirower Vertreter hat hier das StALU (Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt) Mecklenburgische Seenplatte zuletzt keine gute Figur gemacht. Laut Tesch habe sich die Behörde dagegen ausgesprochen, die Sanierung des Zierker Sees in Neustrelitz als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Umgehungsstraße anzuerkennen. Das Ministerium bemühe sich, hier alle Voraussetzungen zu schaffen, sodass es zu keiner weiteren Verzögerung bei der Planung in Bezug auf die Ausgleichsmaßnahmen kommt, hieß es beim Treffen. Inzwischen sei für den Südabschnitt eine andere Variante gesucht beziehungsweise schon gefunden worden, berichtet Tesch.

Das nächste Treffen zwischen BI-Mitgliedern, Bürgermeister und Vertretern des Schweriner Verkehrsministeriums soll dann wieder im Frühjahr stattfinden. Bis dahin werden die Proteste auf der Straße in Mirow weitergehen.

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