STADTGRÜN

Etliche Wesenberger Problem-Linden müssen weg

Naturschützer haben der Fällung von 13 Bäumen in der Lindenstraße zugestimmt. Das allein entspannt aber nicht die Lage in der Allee.
Tobias Lemke Tobias Lemke
In der Lindenstraße in Wesenberg verursachen die Wurzeln der Alleebäume Schäden an Gehweg und Bordsteinen.  
In der Lindenstraße in Wesenberg verursachen die Wurzeln der Alleebäume Schäden an Gehweg und Bordsteinen. Tobias Lemke
Wesenberg.

Nur noch ein Viertel der Bäume, die die Stadt Wesenberg ursprünglich in der Lindenstraße fällen lassen wollte, können weggenommen werden. Das ist das Ergebnis einer kürzlich abgelaufenen Baumschau, an der auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) beteiligt war. Demnach befürworte der BUND die Fällung von 13 Bäumen, erklärte jüngst der Wesenberger Bürgermeister Helmut Hamp (BfW).

Zur Erinnerung: Die Stadt hatte schon im vorigen Winter die Fällung von 45 Linden, vier Kastanien- und vier Rotdornbäumen beim Seenplatten-Landkreis beantragt. Das Absägen der Bäume sei nötig, da die Wurzeln mittlerweile viele Schäden am Gehweg verursacht haben. Einige Bäume haben das Verbundsteinpflaster dermaßen angehoben, dass der Bürgersteig hohe Dellen schlägt.

Bordsteine schon in Mitleidenschaft gezogen

Selbst die Bordsteine und Bauten auf Privatgrundstücken wurden schon in Mitleidenschaft gezogen. „Wir müssen in der Lindenstraße aus Gründen der Verkehrssicherheit handeln“, sagt Hamp. Allerdings lehnte der BUND in einer ersten Stellungnahme die Fällaktion zunächst entschieden ab. Die Arbeiten konnten im vorigen Winter somit nicht mehr erledigt werden.

Nun sind 13 der Bäume mit orangefarbenen Markierungen gekennzeichnet. Diese Linden sind für die Fällung vorgesehen. „Es geht aber nicht nur darum, Bäume abzusägen“, erklärt Wesenbergs Bürgermeister, dass die Stadt in der Allee ein größeres Konzept verfolge. So soll es wieder Neuanpflanzungen geben und müssen außerdem auch Lösungen für die übrigen Linden gefunden werden. Sogenannte Wurzelbrücken könnten im Bürgersteig entstehen. Das alles sei in der Umsetzung nicht ganz unkompliziert. Denn statt tief wurzelnder Linden wurden Anfang der 1990er flach wurzelnde Bäume gepflanzt. In dem schmalen Streifen zwischen Gehweg und Straße hat das Grün nach heutigen Maßstäben zudem viel zu wenig Platz. Jedoch lassen sich Gehweg und Straße kaum weiter einengen. Weil es sich um eine Kreisstraße handelt, muss ein Mindestmaß an Breiten eingehalten werden.

Arbeiten für 2019 vorgesehen

So erklärt sich auch die stolze Summe von 110 000 Euro, die im gerade erst beschlossenen Haushaltsplan für die „Baumaßnahme Lindenstraße“ eingeplant ist. Die Arbeiten sind also für nächstes Jahr vorgesehen. Wann genau im Jahresverlauf, lasse sich derzeit aber noch nicht abschätzen, erklärt Wesenbergs Bürgermeister.

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