Riesige Freude bei der Übergabe der selbst gebauten Spendenbox: Bianca Beyer und Andrea Morgenstern vom Hospiz „Lic
Riesige Freude bei der Übergabe der selbst gebauten Spendenbox: Bianca Beyer und Andrea Morgenstern vom Hospiz „Licht“ staunten nicht schlecht, als Bistro-Mitarbeiterin Janine Grabow und das Gastronomenpaar Roy Dodeck und Simone Köbke (von links) die Summe verkündeten. Ulrich Krieger
Geld gesammelt

Gastronomen übergeben Rekordspende an Hospiz

Als das Bistro No 1 in Neustrelitz Jubiläum feierte, riefen die Betreiber aus diesem Anlass zu Spenden für die ambulante Betreuung von Schwerstkranken auf.
Neustrelitz

Das war ein Paukenschlag! Roy Dodeck und Simone Köbke von der Neustrelitzer Gaststätte „Café & Bistro No 1“ haben sage und schreibe 8416 Euro und 75 Cent an das ambulante Hospiz „Licht“ in Neustrelitz übergeben. Die Spenden hatte das Gastronomenpaar anlässlich seines Betriebsjubiläums gesammelt.

Lesen Sie auch:  Demminer Sterbebegleiter hoffen auf stationäres Hospiz

Staunen und Dankbarkeit

Das ambulante Hospiz kümmert sich unter der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes um Menschen im letzten Abschnitt ihres Lebens. Leiterin Andrea Morgenstern und ihre Mitarbeiterin Bianca Beyer staunten mit offenem Mund. „So eine große Spende haben wir bisher noch nie erhalten. Toll, wir sind echt überrascht“, sagten die beiden Frauen. Roy Dodeck und seine Frau Simone Köbke hätten es geschafft, viele Menschen und ihre Gäste in kurzer Zeit im Herzen zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, um die wichtige Hospizarbeit zu unterstützen. „Wir wussten nicht, was heute auf uns zukommt“, erklärte Morgenstern, dass sie vorab keine Ahnung von der Höhe der Spendensumme hatte.

Gedichte und Ständchen

Erst am Tag der Übergabe hatten sich Dodeck und Köbke an die Auszählung der Spenden gemacht. Begonnen hatte alles im Februar dieses Jahres, als das 20. Jubiläum ihrer „Gaststättenkarriere“ anstand. „Wir wollten keine Geschenke haben und baten stattdessen um eine Geldspende. Und dieses Geld sollte einem guten Zweck zugeführt werden. Dass so ein großer Betrag für das ambulante Hospiz zusammengekommen ist, freut uns ganz besonders und zeigt, dass auch unsere Gäste, Kunden, Verwandten und Liebsten hinter uns stehen“, berichtet das Paar. Viele Gratulanten haben Glückwunschkarten mit Gedichten und herzzerreißenden Zeilen geschrieben. Sogar ein Ständchen sangen Freunde des Bistro No 1.

Betreuung in den eigenen vier Wänden

Der Adressat der Spenden wurde nicht von ungefähr gewählt. Für Roy Dodeck und Simone Köbke steht die Hilfe von Menschen im Mittelpunkt ihres Lebens, wobei sie das Soziale in Vordergrund sehen. Roy erlebte die Wichtigkeit der ambulanten Versorgung selbst und entschloss sich, einen Lehrgang zu besuchen, der ihn für die ehrenamtliche Mitarbeit befähigt. Seit zwei Jahren hat er nun schon einige Menschen in der letzten Zeit ihres Lebens begleitet. „Ich erlebe dabei die große Liebe und Dankbarkeit der Betroffenen und deren Familienmitglieder“, sagt er über seine Mitarbeit beim mobilen Hospiz in Neustrelitz. Wie wichtig die Einrichtung ist, zeige sich an der ständig steigenden Nachfrage nach einer Betreuung in den eigenen vier Wänden. Das vertraute Umfeld sei oft sehr hilfreich. „Wir kommen leise und gehen wieder leise – wir helfen“, betonten die Mitarbeiterinnen des mobilen Hospizes.

zur Homepage