Experte kann helfen

Geheimnis der weißen Spinne ist gelüftet

Manuela Witte aus Grünow hatte kürzlich eine weiße Spinne an ihrem Oleander fotografiert und sich gefragt, welche Spinne so eine ausgefallene Farbe hat. Ein Spinnenexperte konnte das Tier jetzt zweifelsfrei zuordnen.

Ein Spezialist hat sich die Bilder aus dem Garten einer Leserin angesehen. Er kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

Der Expertenblick hat geholfen. Bei der rätselhaften weißen Spinne aus Grünow handelt es sich um eine Veränderliche Krabbenspinne, und nicht etwa um eine Weiße Witwe. Das hat die Nachfrage von Alf Korzetz, Mitarbeiter im Müritz Nationalpark, bei einem ehemaligen Kollegen ergeben.

Manuela Witte hatte das Krabbeltier kürzlich in ihrem Garten abgelichtet und sich wegen der ungewöhnlichen Färbung gewundert. Korzetz hat die Bilder nun noch einmal Dr. Dieter Martin gezeigt, der früher im Bereich Naturschutz beschäftigt war und sich bestens mit Spinnen auskennt.

Gewöhnliches Exemplar der Veränderlichen Krabbenspinne

Auch wenn das Tier durch seine weiße Farbgebung etwas aus der Rolle falle, handle es sich doch um eine eher gewöhnliche Krabbenspinne, lautet das Ergebnis des Fachmanns. Aufgrund des dicken Hinterleibs habe manch einer schnell das Bild einer Witwen-Spinne im Kopf. Die Weiße Witwe kommt in Deutschland jedoch nicht in freier Natur vor.

Die Veränderliche Krabbenspinne ist hingegen in Deutschland beheimatet und kann, wie es der Name andeutet, die Farbe ändern. So gibt es neben weißen Exemplaren auch gelbe oder rot gemusterte. Die Tiere sitzen auf Blüten und lauern auf Beute. Diese besteht aus Insekten wie Schwebfliegen, Bienen, Wespen, Schmetterlingen oder kleineren Käfern.

Nach der Veröffentlichung über die Grünower Spinne erreichte den Nordkurier noch der Bericht einer weiteren Sichtung aus Dabelow. Auch dort wusste die Entdeckerin das Tier wegen der ungewöhnlichen weißen Farbe zuerst nicht recht einzuordnen.

Tobias Lemke

t.lemke@nordkurier.de
Reporter
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