Auch rund um Userin läuft der Breitbandausbau, damit es schneller auf die Datenautobahn geht. (Symbolfoto)
Auch rund um Userin läuft der Breitbandausbau, damit es schneller auf die Datenautobahn geht. (Symbolfoto) © Heinz Waldukat - Fotolia
Breitbandausbau

Gemeinde Userin hofft auf schnelleres Internet

Die Datenautobahn rückt näher. In Groß Quassow wurden nun die Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt. Andere Ortsteile der Gemeinde Userin folgen.
Userin

Die Kabelgräben sind geschippt, die Leerrohre verlegt. In Groß Quassow ist man nun dem Anschluss an die digitale Datenautobahn einen großen Schritt näher gekommen. Bürgermeister Axel Malonek hofft, dass bereits in einem halben Jahr die Glasfaserleitungen liegen und der Zugang zum schnellen Internet für jeden, der möchte, ermöglicht wird.

Bis spätestens Ende 2023 ans Breitbandnetz angeschlossen

Lange genug hat seine Gemeinde wie viele andere Kommunen in der Seenplatte auch auf diesen Infrastruktur-Schub gewartet. Groß Quassow ist nur einer von insgesamt sechs Ortsteilen der Gemeinde Userin, die bis spätestens Ende 2023 an das Breitbandnetz per Glasfaser angeschlossen werden. Sie sind Teil des Projektgebietes MSE 24_24. Hier wie in 17 weiteren sogenannten Clustern bauen die Landwerke staatlich gefördert das schnelle Internet im Landkreis Mecklenbugische Seenplatte aus. Bisher mussten sich die Bürger in Geduld üben. Zunächst hieß es seitens des Bundes, dass flächendeckend bis 2018 der Breitbandausbau erfolgen sollte. Allerdings zierten sich die überregionalen Telekommunikationsanbieter, vor allem in der Fläche, diese Aufgabe zu übernehmen. Trotz Fördermittelzusagen passierte nichts.

Baustart Ende August

2016 gingen schließlich die Landwerke – ein Verbund mehrerer Stadtwerke des Landes – an den Start. Für das Projektgebiet MSE 24_24 – zu ihm gehören neben der Gemeinde Userin auch die Gemeinden Blumenholz, Carpin, Godendorf, Grünow, Möllenbeck, Priepert, Wesenberg, Wokuhl-Dabelow und Wustrow – war Ende August vergangenen Jahres Baustart, ein Jahr später als geplant. Die Pandemie bremste das Vorhaben aus, andererseits machte die Ausnahmesituation wohl auch dem letzten Skeptiker klar, wie bedeutsam eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für jeden ist. „Plötzlich saßen alle im Homeoffice und im Homeschooling und die Leitungen waren nicht stabil“, sagt Bürgermeister Axel Malonek. Orte wie Zwenzow können nur auf eine extrem langsame Datenübertragung im Festnetz zurückgreifen. Zudem halten manche Anbieter hier nicht mal Funknetz vor, wie Malonek beschreibt.

Datenvolumen reicht oft nicht aus

Für viel Geld müssen sich die Zwenzower Datenvolumen erkaufen – und selbst das reiche nicht, wenn gleichzeitig die Kinder für die Schule und die Eltern dienstlich am Rechner sitzen. Von den 331 Haushalten in der Gemeinde Userin haben bisher 80 Prozent einen Antrag auf den kostenlosen Breitbandanschluss gestellt. Spätestens wenn die Kabelgräben ausgehoben werden, sollten auch die letzten aufwachen. „Danach ist der Zug abgefahren. Dann kostet so ein Anschluss richtig viel Geld“, sagt Malonek.

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