Umleitung

Genervte Bürger von Lüttenhagen planen Demo auf der Dorfstraße

Aus dem Dorf wird eine Nachbesserung zur Umleitung gefordert. Die Anwohner empfinden nach wie vor die Verkehrsbelastung als unzumutbar.
In Lüttenhagen und Weitendorf gibt es anhaltend Ärger mit der Umleitungsstrecke für die L 34. Dort wird vor Fel
In Lüttenhagen und Weitendorf gibt es anhaltend Ärger mit der Umleitungsstrecke für die L 34. Dort wird vor Feldberg ein neuer Radweg gebaut. Marlies Steffen
Lüttenhagen

Jetzt schließen sie auch eine Demo nicht mehr aus: In Lüttenhagen und Weitendorf ist der Unmut über die Verkehrsbelastung durch die Umleitungsstrecke weiter groß. Sollte sich die Situation dort nicht verändern, will man offenbar sogar auf die Straße gehen. Ein permanent hoher Verkehrspegel, jede Menge Raser und kaputtgefahrene Straßen sind indessen aktuell nicht mehr allein das Problem. In Weitendorf und Lüttenhagen finden gerade auch Arbeiten zum Breitbandausbau statt.

Bürgerbeauftragter konnte auch nicht helfen

Manch einer sieht das mit Ironie: „BreitlandNet verlegt das schnelle Internet, reißt die Straßenränder auf und blockiert mit seinen Baufahrzeugen zeitweise die Durchfahrt. Dadurch fahren nun gezwungenermaßen alle deutlich langsamer. Was für ein Husarenstreich“, befindet der Lüttenhagener Ulrich Leist, der mehrfach gegen die Art und Weise der Umleitung Protest angemeldet hat.

Michael Packheiser, der in Lüttenhagen wohnt und dort auch ein Unternehmen betreibt, ist wegen der Bauarbeiten ebenfalls aktiv geworden und hatte in der Vergangenheit auch an den Bürgerbeauftragten des Landes geschrieben. Der konnte allerdings auch nicht helfen. Nun hat sich Packheiser erneut an die Straßenbauverwaltung des Landkreises, an Bürgermeisterin Constance von Buchwaldt (SPD) und an das Büro des Landes-Bürgerbeauftragten, Matthias Crone, gewandt. Sein konkreter Kritikpunkt: Nach wie vor rollt der Umleitungsverkehr zu 90 Prozent über die in Weitendorf und Lüttenhagen ausgewiesene Trasse, die andere von der Straßenbauverwaltung empfohlene Strecke über Koldenhof und Dolgen werde hingegen kaum genutzt.

Einfahrtverbot für Lkw als Vorbild genannt

Packheiser fordert in seinem Schreiben, das auch dem Nordkurier vorliegt, Nachbesserungen für die Umleitungsstrecken. Beide empfohlenen Trassen sollen demnach gleichwertig genutzt werden. „Eine ganz einfache Maßnahme wäre, an der Einmündung in die Weitendorfer Straße von der Feldberger Chaussee aus, ein Schild „Anlieger frei“ zu installieren“, schlägt er vor. Und erinnert daran, dass es mit dem vor Monaten ausgesprochenen Einfahrtverbot für Lkw an dieser Stelle auch geklappt habe.

Ob das möglich ist, war gestern durch den Nordkurier nicht zu klären. Eine entsprechende Anfrage bei der Straßenbauverwaltung blieb unbeantwortet.

Baustart im 1. Quartal 2022

Was die Arbeiten an der „schnellen Datenautobahn“ angeht, hieß es seitens der Landwerke Breitband GmbH, dass aktuell lediglich in den Ortslagen Weitendorf und Lüttenhagen Bauarbeiten stattfinden. „Nach Auflage des Straßenbauamtes und der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft dürfen wegen der Umleitungsstrecke keine Bauarbeiten an der Kreisstraße zwischen den beiden Ortschaften stattfinden“, so Landwerke-Sprecherin Carolin Jürvitz. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im 1. Quartal 2022 beginnen. In Weitendorf sollen die Tiefbauarbeiten an diesem Freitag beendet sein, in Lüttenhagen sollen sie noch etwa drei Wochen dauern. Hier ist mit einseitigen Straßensperrungen zu rechnen, kündigte Carolin Jürvitz an.

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