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Geschoss setzt Filous Leben ein Ende

Kater Filou wurde von einem Geschoss aus einem Luftdruckgewehr getroffen.
Kater Filou wurde von einem Geschoss aus einem Luftdruckgewehr getroffen.
Hans Müller

Schon wieder ist einem Tier böse mitgespielt worden. Noch dazu einem, das im Strelitzer Land nicht unbekannt sein dürfte. Kater Filou und seine Geschichte hatten im Nordkurier für Schlagzeilen gesorgt.

Filou ist tot. Der kluge Kater, der seinerzeit unter der Überschrift „Filou schläft bei der CDU“ im Nordkurier für viel Aufmerksamkeit sorgte, musste eingeschläfert werden. Offenbar ist das Tier gezielt getötet worden.

Nachdem ihm im Dezember Zähne gezogen werden mussten, war der Kater immer inaktiver geworden. Er wurde schließlich zum Röntgen in eine Tierarztpraxis gebracht. Und dort wurde deutlich: Er war von einem Geschoss – einem so genannten Diabolo – aus einem Luftgewehr getroffen worden. Das Projektil war in die Leber gelangt.

Bei einem Diabolo handelt es sich um bleihaltige Munition. Solche Geschosse sind auch auch heimtückisch, wenn das Tier nicht sofort verendet. Denn das Gift gelangt nach und nach aus dem Projektil in den Körper. So gab es für Filou keine Rettung mehr.Kurz nach Weihnachten musste das Tier eingeschläfert werden.

Unternehmungslust führte bis nach Feldberg

Der nicht ganz vier Jahre alte Stubentiger galt als lieb und zutraulich. Er hatte lediglich die Angewohnheit, sich ab und an aushäusig einzuschleichen. Filou hatte sogar schon auf einem Polizeirevier residiert, hatte eine Mitfahrgelegenheit nach Feldberg genutzt und war im Neustrelitzer Stadtteil Kiefernheide zu Gast gewesen.

Für mediale Aufmerksamkeit sorgte der Stubentiger, als er sich auf leisen Pfoten in die CDU-Geschäftsstelle in der Neustrelitzer Sassenstraße schlich und dort auch die Nacht verbrachte. Seither war er häufiger tagsüber zu Gast in den Geschäftsräumen. Gern hatte der Kater auch vor der im Haus ansässigen Arztpraxis gelegen und sich von Patienten kraulen lassen.