Geben wir der Hoffnung eine Chance – Gib dem Frieden eine Chance. Im Schulhof des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum war
Geben wir der Hoffnung eine Chance – Gib dem Frieden eine Chance. Im Schulhof des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum waren am Mittwochabend Menschen zu einem Konzert vereint. Marlies Steffen
Lidiia und Mariia (von links), zwei aus der Ukraine geflüchtete Mädchen, die jetzt am Carolinum zur Schule gehen, be
Lidiia und Mariia (von links), zwei aus der Ukraine geflüchtete Mädchen, die jetzt am Carolinum zur Schule gehen, bedankten sich mit einer emotionalen Rede für die erlebte Gastfreundschaft und Solidarität in Neustrelitz. Marlies Steffen
Chor und Instrumentalgruppe des Carolinums beeindruckten mit einem Programm in vier Sprachen, deutsch, englisch, russisch und
Chor und Instrumentalgruppe des Carolinums beeindruckten mit einem Programm in vier Sprachen, deutsch, englisch, russisch und ukrainisch. Marlies Steffen
Viele Menschen waren auf den Schulhof des Carolinums gekommen.
Viele Menschen waren auf den Schulhof des Carolinums gekommen. Marlies Steffen
Ukraine-Hilfe

Gib dem Frieden eine Chance – Konzert am Carolinum

Chor und Instrumentalgruppe sangen und musizierten am Mittwochabend am Neustrelitzer Gymnasium. Zwei ukrainische Mädchen sprachen herzenswarme Dankesworte.
Neustrelitz

Gleich an zwei Orten in Neustrelitz ist am Mittwochabend ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine gesetzt worden. Der Chor und die Insturmentalgruppe des Gymnasiums Carolinum präsentierten auf dem Schulhof ein internationales Programm in vier Sprachen – deutsch, englisch, russisch und ukrainisch – unter dem Titel „Geben wir der Hoffnung eine Chance – Gib dem Frieden eine Chance”. Das Gymnasium betreut gegenwärtig um die 30 geflüchtete Mädchen und Jungen aus der Ukraine, wie Schulleiter Henry Tesch dem Nordkurier sagte.

Lesen Sie auch: Zu wenig Platz für zu viele Schüler am Strelitzer Gymnasium

Dank für Hilfsbereitschaft und Solidarität

Zwei der ukrainischen Mädchen bedankten sich während des abendlichen Programms in einem selbst verfassten Text für die in Neustrelitz erlebte Hilfsbereitschaft und Solidarität. „Der Weg der Flüchtlinge gilt als traurig und trostlos. Das stimmt, aber nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Ort, an dem Flüchtlinge Halt machen, wird zu ihrem Trost. In diesem Fall wurde Neustrelitz so ein Ort für uns. Hier sprechen wir über die allgemeine Atmosphäre der Stadt, über die Menschen um uns herum und vor allem über ihre Einstellung zu uns. So viele fürsorgliche und emphatische Menschen halfen uns dabei, das ständige Gefühl, dass wir eine Belastung für andere darstellen, loszuwerden, welches viele Migranten in einer ähnlichen Situation empfanden. Unsere ukrainischen Mitschüler und Freunde trafen solche Menschen hier am Gymnasium”, sagten Mariia Binevska und Lidiia Sidorova, beide 15 Jahre alt.

Spenden für die Ukraine-Hilfe

Für den Abend war zudem von Schülern, Eltern und Lehrern ein Buffet mit zwölf internationalen Gerichten vorbereitet worden. Die Spenden für das Konzert sollen der Ukraine-Hilfe zugutekommen. Das Carolinum sei die erste Schule im Land gewesen, die einen Kurs für die geflüchteten Schüler angeboten habe, erinnert Schulleiter Henry Tesch gegenüber dem Nordkurier an die ersten Wochen nach dem Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine.

Mehr lesen: Füllen Flüchtlinge jetzt die Plattenbauten?

Ebenfalls mit Wort und Musik präsentierten am Mittwochabend im Neustrelitzer Theater Schauspieler, Sänger und Musiker der Theater- und Orchester GmbH (TOG) einen Abend gegen den Krieg und für den Frieden.

zur Homepage