BESTES SPERMA

▶ Gladius aus Woldegk ist die Nummer 1 unter den Superbullen

Ein Jungbulle vom Bullenberg hat so gute Gene, dass er die Liste der besten Zuchttiere anführt. Doch nicht nur das macht die RinderAllianz glücklich.
Bei Toni Hyna, Mitarbeiter der RinderAllianz, ist der Jungbulle vom Woldgker Bullenberg in guten Händen.
Bei Toni Hyna, Mitarbeiter der RinderAllianz, ist der Jungbulle vom Woldgker Bullenberg in guten Händen. Marlies Steffen
Woldegk.

Riesenjubel bei der RinderAllianz auf dem Woldegker Bullenberg: Jungbulle Gladius ist seit wenigen Tagen die Nummer 1 – nicht nur national, sondern auch international. Noch nie in der Geschichte des Unternehmens war ein Jungbulle mit einem genomischen Zuchtwert die Nummer 1 unter den besten Zuchttieren. Vielleicht erinnern sich noch Leser an den Woldegker Bullen Basar, der vor einigen Jahren die Liste der töchtergeprüften Bullen angeführt hatte.

Gladius führt sowohl die Liste der genomischen Jungbullen aus Deutschland als auch die im internationalen Ranking, bekräftigt Dr. Sabine Krüger, Geschäftsführerin der RinderAllianz. Für die nächsten vier Monate kann den Züchtern der RinderAllianz diesen Titel niemand streitig machen. Danach gibt es eine erneute Bewertung und die Hoffnung auf ein weiterhin gutes Abschneiden.

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Schon eine Warteliste für das Sperma von Gladius

Die genomischen Werte eines Bullen sind für Züchter äußerst bedeutsam. Sie liefern Aussagen darüber, welche Milchleistung und Nutzungsdauer ein Tier an seine Nachkommen vererbt und wie gesund diese Tiere sind. Labortechnik macht es seit zehn Jahren möglich, diese Werte schon für ganz junge Tiere zu ermitteln.

Die Zuchtverbände erstellen regelmäßig zwei Top-50-Listen. „Bei der Liste der sogenannten töchtergeprüften Bullen sind wir traditionell gut“, sagt Sabine Krüger. Dass es die RinderAllianz jetzt auch in der genomischen TOP-Liste bis ganz nach oben geschafft hat, macht sie besonders stolz. Das Woldegker Unternehmen bestätigt damit seine Spitzenstellung auf dem deutschen Markt, verdeutlicht sie.

Die Nachricht von dem Superbullen aus Woldegk hat sich schnell herumgesprochen. „Wir haben Wartelisten hinsichtlich der Sperma-Bestellungen“, sagt die Geschäftsführerin.

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Pro Woche bis zu 300 Portionen

Gladius steht gerade erst am Anfang seiner Karriere als Samenspender. Er ist im Juli ein Jahr alt geworden und liefert als Jungtier pro Woche bis zu 300 Portionen Sperma. Bei älteren Tieren ist es deutlich mehr. Immerhin – angesichts des hohen Marktwertes von Gladius muss man bei der RinderAllianz sogar ein bisschen an der Preisschraube drehen, um die Nachfrage zu steuern. Rund 80 Euro zahlen Käufer derzeit für die Spermaportion von Gladius. Normalerweise sind es zwischen 15 und 20, für sehr gute Bullen 30 Euro.

Entdeckt wurde Gladius von sogenannten Sire Analysten, die regelmäßig in Sachen Rinderzucht unterwegs sind. Längst reicht es nicht mehr aus, sich nur im eigenen Land umzuschauen, verdeutlicht Geschäftsführerin Krüger. Für die Suche nach dem besten Zuchtbullen werde mittlerweile auch ins Ausland gereist. Gladius wurde auf einem Betrieb in Schleswig-Holstein entdeckt. Er war zwei Monate alt, als er auf den Bullenberg kam. „Gladius ist ein Glücksfall“, freut sich Sabine Krüger. Wichtig sei auch, dass er sich aus seiner Kinderstube heraus gut entwickelt hat.

Gladius ist indessen nicht der einzige Bulle aus den Ställen der RinderAllianz, der sich bei der Hauptzuchtwertschätzung im August im Ranking der 50 besten Tiere platzieren konnte. Unter dem genomischen Segment, das die Jungtiere umfasst, finden sich elf Bullen. Bei den älteren, den sogenannten töchtergeprüften Bullen, sind es neun. Und neun Tiere konnten sich auch bei der erstmals vorgenommenen Registrierung nach dem besten wirtschaftlichen Wert, dem RZ€, platzieren. Die Werte für die Bullen werden dreimal jährlich veröffentlicht. Die August-Zuchtwertschätzung ist am wichtigsten, weil sie Grundlage für die neuen Bullenkataloge darstellt.

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