Unsere Themenseiten

:

Hubschrauber fliegt Jubiläumseinsatz

Der Pieper schlägt Alarm. Pilot Gerd Engmann, Notfallsanitäter Maik Schuppenhauer und Arzt Christoph Busjahn (von links) sind am Mittwoch den 20.000. Einsatz geflogen.
Der Pieper schlägt Alarm. Pilot Gerd Engmann, Notfallsanitäter Maik Schuppenhauer und Arzt Christoph Busjahn (von links) sind am Mittwoch den 20.000. Einsatz geflogen.
Anett Seidel

Kein tragisches Unglück, kein schwerer Verkehrsunfall – aber in der Theodor-Storm-Straße in Neustrelitz brauchte eine Frau dringend Hilfe. Und dann kamen die Retter angeflogen.

„Heute fliegen wir den 20.000. Einsatz“, hieß es am Mittwochmorgen vom Luftrettungsstützpunkt in Neustrelitz. Es dauerte nicht lange, da klingelte das Telefon erneut. Am anderen Ende der Leitung stellte sich Doktor Christoph Busjahn vor. „Wir haben den 20.000. Einsatz hinter uns“, sagte er. Momentan sei Zeit für ein kurzes Gespräch, wenn der Pieper nicht gleich wieder Alarm schlägt.

20 Jahre, 20.000 Einsätze – der Luftrettungsstützpunkt in unmittelbarer Nachbarschaft zum DRK-Krankenhaus in Neustrelitz kann in diesen Tagen gleich zwei Jubiläen präsentieren. Seit 20 Jahren gibt es den Standort und am Mittwoch ist die Rettungs-Crew zum 20.000. Mal gestartet.

Beim 20.000. Einsatz musste einer älteren Frau geholfen werden. Sie benötigte einen Notarzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Notarzt Christoph Busjahn versorgte die Frau und der Krankenwagen brachte sie schließlich nach Neubrandenburg. „Die primären Einsätze liegen im Umkreis von 50 Kilometern um den Rettungsstützpunkt“, sagte Busjahn.

Zum Team gehören stets ein Pilot, ein Rettungsassistent, der in Neustrelitz zumeist eine Notfallsanitäterausbildung absolviert habe, und ein Arzt. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fliegt Christoph 48  – im Sommer sind die Arbeitszeiten somit länger, als im Winter. Durchschnittlich vier Mal kommt die Crew bei einem Dienst zum Einsatz.