SCHWEINESTALL IN KUBLANK

Ein Dorf hat Angst vor weiteren Explosionen

Nachdem eine riesige Halle in die Luft geflogen ist, macht sich unter den Bewohner die Angst breit. Doch Experten halten so einen Vorfall für eine absolute Ausnahme.
Robin Peters Robin Peters
Die Explosion hat eine ganze Halle in Kublank zerstört. Das Bauwerk gehörte zu einer Schweinemastanlage. 
Die Explosion hat eine ganze Halle in Kublank zerstört. Das Bauwerk gehörte zu einer Schweinemastanlage. Martina Schwenk
Kublank.

Die gewaltige Explosion eines leeren Schweinestalls in Kublank vor wenigen Tagen schlägt in dem beschaulichen Dorf noch immer Wellen: „Es hat ordentlich gescheppert im Haus“, erinnert sich Rainer Rütz. Dabei wohnt der Bürgermeister von Kublank am anderen Ende des Dorfes.

Wegen des enormen Lärms mitten in der Nacht hatte Rütz zuerst ein Flugzeug im Verdacht. Denn so eine riesige Explosion hat Rütz im Dorf noch nie erlebt – und der Bürgermeister wohne schon 55 Jahre dort. „Hauptsache keinem Menschen ist etwas passiert“, resümiert Rütz.

Regelmäßige Kontrollen vorgeschrieben

Anwohner würden sich nun allerdings vermehrt sorgen, ob so etwas noch mal passieren könnte. Schließlich stehe auf fast jedem Hof ein Gastank. Doch: „Eigentlich ist Gas sehr sicher“, weiß Rütz.

Dem pflichtet Matthias Schmidt, Sprecher für den Bauernverband Mecklenburg-Strelitz, bei: „Das ist geprüfte Technik.“ Auch Gasbehälter würden regelmäßig kontrolliert werden – der Landwirt sei verpflichtet, das nachzuweisen.

Aber: „Es ist ungewöhnlich, was da in Kublank passiert ist“, sagt Schmidt. So ein Vorfall ereigne sich äußerst selten. Die Landwirte der Region hätten eher mit anderen Unfällen zu kämpfen. Der Besitzer des Stalls war zunächst leider nicht zu erreichen.

Technischer Defekt als Ursache

In der vergangenen Woche war in Kublank eine leere Halle explodiert, nachdem sich offenbar Gas in ihr gesammelt hatte. Ein Gutachter hatte einen technischen Defekt als Unglücksursache ausgemacht. Bereits der Einsatzleiter vor Ort hatte klargestellt, dass der Stall mit Propangas beheizt worden war.

Obwohl die Trümmerteile unter anderem 100 Meter umhergeschleudert wurden, war glücklicherweise weder Mensch noch Tier verletzt worden. Bei dem Großeinsatz rückten Feuerwehren aus Lindetal, Woldegk, Friedland, Golm, Groß Miltzow, Eichhorst, Jatzke, Schönbeck und Kreckow an.

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