HAUSHALT

Große Sprünge kann sich Woldegk 2019 nicht leisten

Trotz geringem finanziellen Spielraum wollen die Woldegker Stadtvertreter besonders in die Infrastruktur investieren. Eine sechsstellige Summe sei dafür durchaus drin.
Robin Peters Robin Peters
Die Wallanlage steht ganz groß auf dem diesjährigen Haushaltsplan.  
Die Wallanlage steht ganz groß auf dem diesjährigen Haushaltsplan. Christine Liebau/'Archiv
Woldegk.

Die Windmühlenstadt kann sich laut Ernst-Jürgen Lode in diesem Jahr keine großen finanziellen Sprünge leisten. Beim Beschluss des Haushaltsplanes 2019 am Dienstagabend machte der Woldegker Bürgermeister vor allem die hohen Abgaben an den Kreis sowie das Amt dafür verantwortlich, dass sich die Stadt nicht viel leisten kann. Dennoch wollen die Stadtvertreter insgesamt fast 1,4 Millionen Euro investieren: „Erhebliche Aufwendungen nehmen wir im Bereich der Infrastruktur bei der Unterhaltung der Straßen, Wege und Plätze in Höhe von 200 100 Euro vor“, sagte Lode auf der Sitzung der Stadtvertreter. So sollen unter anderem Gelder in die Sanierung von Gemeindestraßen fließen. Des Weiteren werde der Weg zum Pastorenhaus in Groß Daberkow ausgebaut. Nicht zuletzt stehen Tausende für den Sandweg auf dem Plan.

Gelder für die Sanierung der alten Wallanlage

Zahlreiche Mittel spricht die Stadt allerdings der Sanierung der alten Wallanlage zu – die in Teilen bereits im 13. Jahrhundert errichtet wurde. 771 700 Euro soll das lang angestrebte Projekt in diesem Jahr kosten – mehr als ein Sechstel will die Stadt selbst stemmen. Schon seit zwei Jahren arbeiten Stadtvertreter dafür an einem gemeinsamen Projekt im Rahmen des Interreg-Programms der Pomerania. Gemeinsam mit der polnischen Partnerstadt Przelewice wirbt die Windmühlenstadt so emsig um Fördermittel.

Für 400 000 Euro soll wiederum die Schule saniert werden. Der Großteil der Summe werde auch hier voraussichtlich mit Fördermitteln aufgefangen. Eine besondere Decke, neue Fußböden und frische Farbe bereichern laut der Leiterin der Finanzen des Amtes Woldegks, Christiane Riesner, künftig die Lehreinrichtung. Kleinere Summen kommen zudem den Feuerwehren zugute: Für die Freiwillige Feuerwehr Woldegk ist ein neuer Stromerzeuger für 8000 Euro vorgesehen. Dieses Gerät ist notwendig, um die Einsatzstelle auszuleuchten sowie Schneidemaschinen bei Verkehrsunfällen zu betreiben.

Stadt will nicht an der Steuerschraube drehen

Die Feuerwehr Bredenfelde darf sich wiederum auf eine neue Pumpe für ihr Fahrzeug freuen. Außerdem eingeplant: Atemschutzgeräte.

Doch vor dem finanziellen Abgrund muss sich in Woldegk keiner fürchten: „Wir befinden uns im sogenannten Grünen Bereich“, sagt Bürgermeister Lode – im Gegensatz zu vielen anderem Gemeinden in der Region. Für die Bewohner dürfte zumindest Erleichterung schaffen, dass nicht an den Schrauben von Grund- und Gewerbesteuer gedreht wird. „Sie bleiben gegenüber dem Vorjahr gleich“, sagt Finanz-Leiterin Riesner.

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