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Großer Rettungseinsatz nach Hilfeschrei auf Canower See

Großeinsatz am Canower See, weil dort Camper Hilfeschreie gehört hatten (Archivbild).
Großeinsatz am Canower See, weil dort Camper Hilfeschreie gehört hatten (Archivbild).
Georg Wagner/Archiv

Nachdem Camper Leuchtraketen beobachtet und einen Hilferuf gehört haben, ist in der Nacht zu Mittwoch eine länderübergreifende Suche am Canower See gestartet worden.

Die Polizei erhielt in der Nacht zu Mittwoch von Campingurlaubern des Zeltplatzes am Canower See (südliche Seenplatte) einen Hinweis auf einen Hilferuf. Die Camper hatten am See Leuchtraketen beobachtet sowie einen weiblichen Hilfeschrei gehört. Die Polizei ging vom Ernstfall aus, dass Personen in Not geraten waren, und startete eine Suchaktion. Unter anderem waren mehrere Feuerwehren, die Wasserrettung aus Neustrelitz sowie das DLRG aus dem benachbarten Brandenburg im Einsatz. Zudem wurde ein Hubschrauber hinzugezogen, erklärte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg. Die Suchmaßnahmen dauerten bis kurz vor 1 Uhr in der Nacht. Eine hilflose Person oder ein havariertes Boot wurden nicht gefunden.

Bislang ist der Polizei nicht näher bekannt, ob es sich bei den Leuchtraketen um Signalmunition, die zum Einsatz in Notfällen verschossen wird, oder um Pyrotechnik handelte. Während Letzteres lediglich eine Ordnungswidrigkeit darstelle, sei der Abschuss von Signalmunition als Missbrauch des Notrufs zu werten und ziehe ein Strafverfahren nach sich, erklärte Kathrin Jähn von der Polizeiinspektion Neubrandenburg.   Die Polizei bittet deshalb Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, sich unter der Telefonnummer 03981 258 224 zu melden.