KRISE IN GRIECHENLAND

Grüne wollen Flüchtlinge in Neubrandenburg aufnehmen

Der Ortsverband der Grünen in Neubrandenburg will eine neue Krise verhüten. Dafür sind aus Sicht der Grünen auch die Kommunen der Region gefordert.
An türkisch-griechischen Grenze bahnt sich eine neue Krise an.
An türkisch-griechischen Grenze bahnt sich eine neue Krise an. Emrah Gurel
Seenplatte.

Um die dramatische Situation an der griechisch-türkischen Grenze zu aufzulösen, sollen Flüchtlinge auch in der Seenplatte aufgenommen werden. Das fordert jetzt zumindest der Ortsverband der Grünen in Neubrandenburg. Für einen geeigneten Unterbringungs-Ort halten sie die Kreisstadt Neubrandenburg: „Der bündnisgrüne Ortsverband Neubrandenburg fordert unseren Oberbürgermeister Silvio Witt auf, dem Status Neubrandenburgs als sicherer Hafen gerecht zu werden und auf allen ihm zur Verfügung stehenden Wegen die Bundesregierung aufzufordern, den vielen aufnahmebereiten Städten, darunter auch Neubrandenburg, die Aufnahme Geflüchteter zu ermöglichen und damit ein Zeichen zu setzen”, so der Sprecher des Ortsverbandes Martin Krell.

„Nicht unsere humanitären Maßstäbe aufgeben”

Im Neubrandenburger Rathaus wird sich mit der Forderung möglicherweise schon zeitnah auseinandergesetzt: „Das ist eine politische Entscheidung”, so Sprecherin Anett Seidel. Die Stadtvertretung habe im Hauptausschuss am Donnerstag die Gelegenheit, sich über das Thema zu beraten.

Aus Sicht der Grünen muss den Flüchtlingen wiederum schnell geholfen werden. Noch sei es möglich, die Geflüchteten geordnet in die Europäische Union einreisen zu lassen. „Bei unseren berechtigten Bestrebungen, uns gegen Erpressungsversuche seitens des türkischen Präsidenten Erdogan zu schützen und Sogwirkungen zu vermeiden, dürfen wir nicht unsere humanitären Maßstäbe aufgeben”, heißt es in der Mitteilung der Grünen.

Grüne: EU sollte der Entwicklung einer neuen Krise entgegenwirken

Die aktuellen Zustände legen den Ausführungen zufolge offen, dass aus der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 keine Lehren gezogen wurden. „Wir schauen dieser Entwicklung ziemlich ratlos zu.” Daher müsse die Europäische Union der Entwicklung einer neuen Krise entgegenwirken. „Dies ist ein europäisches, somit auch deutsches Problem, kein ausschließlich griechisches.” Dass die Fluchtursachen bekämpft und die Menschen eigentlich nahe ihrer Herkunftsregion untergebracht werden müssten, sei zwar unbestritten. „Diese Maßnahmen greifen leider erst mittel- und langfristig – wieder einmal fehlt uns die Zeit”, heißt es weiter.

 

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