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Grüne wollen Glyphosat-Verbot für Neustrelitz

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält (Symbolbild).  
Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält (Symbolbild).
Patrick Pleul

Die Grünen wollen in Neustrelitz ein generelles Verbot durchsetzen. Auf versiegelten Flächen ist die Anwendung ohnehin schon nicht erlaubt.

„Bei der Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Flächen verzichtet die Stadt Neustrelitz ab sofort auf den Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden und Neonicotinoid-Insektiziden“, steht in einem Antrag, den die Stadt-Grünen an die politischen Gremien weitergereicht haben. Ziel dieses Antrages ist der generelle Verzicht des Glyphosat-Einsatzes. Der ist zwar auf versiegelten Flächen ohnehin gesetzlich verboten, soll in der Stadt aber unter anderem auch auf Straßen begleitende Grünstreifen und nicht versiegelte Gehwege ausgeweitet werden.

„Die Stadt Neustrelitz soll daher vorbildlich für Grundstücke in Privateigentum handeln und auch eine Vorreiterrolle für andere Kommunen übernehmen, indem sie den Gebrauch von Glyphosat und Neonicotinoiden auf ihren land- und forstwirtschaftlichen Flächen unterlässt und auch ein Verbot in die Straßenreinigungssatzung aufnimmt“, heißt es in der Begründung.

Gesundheitliche Bedenken

Außerdem werden die gesundheitlichen Risiken angeführt und der durch den Einsatz dieser Mittel bedingte Rückgang der Artenvielfalt. Oftmals werde Glyphosat nicht fachgerecht und zu häufig eingesetzt, heißt es. Die Folge: Pflanzen werden krankheitsanfälliger und die Verfügbarkeit von Nährstoffen wird reduziert. In der Folge sind wiederum erhöhter Pestizideinsatz und Düngung erforderlich.

Bei der Nutzung von Neonicotinoid-Insektiziden wird auf die schädlichen Auswirkungen auf Bienenvölker und andere Insekten verwiesen. Der Wirkstoff soll unter anderem eine Ursache für den „gegenwärtig zu beobachtenden Rückgang der Insektenbestände“ sein. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau wird in der kommenden Woche erstmals darüber diskutieren und die Neustrelitzer Stadtvertretung tagt am 7. Dezember.

Kommentare (2)

nicht oft aber in desem Punkt 100%. Man sollte nicht auf Berlin oder Bruessel warten denn Gemeinden u.Staedte koennen hier Vorreiter sein un etwas bewegen. Als Gaertner kenne ivh die Problematik wenn in fer Auffahrt gruenes waechst wird gespritzt auf Teufel komm raus. Der Sachgerechte pragmatische Umgang mit diesen Mitteln waere ertraeglich. Wenn aber Bauern zur Ernteverfruehung das Getreide soritzen ist das ein Verbrechen denn so kommt RoundUp uebers Korn in die Nahrungskette !

Wir haben genug Flüchtlinge, die die Hacke in der Hand nehmen als das Messer und was tun-