TOURISMUS

Hafensanierung in Mirow wird ein Millionen-Projekt

Seit zwei Jahren können im Mirower Wallgraben keine Boote mehr anlegen. Ein erster Schritt zu einem Neubau-Vorhaben wurde jetzt aber gemacht.
Die Barriere an der Einfahrt zum Mirower Wallgraben wird in diesem Jahr wohl noch hängen bleiben und wahrscheinlich auch
Die Barriere an der Einfahrt zum Mirower Wallgraben wird in diesem Jahr wohl noch hängen bleiben und wahrscheinlich auch darüber hinaus. Tobias Lemke/Archiv
Mirow.

Mit ein paar neuen Planken, ein bisschen frischer Farbe und wenigen Hammerschlägen ist es nicht getan. Das war bereits bekannt, als der Mirower Wasserwanderrastplatz im Frühjahr vor zwei Jahren gesperrt wurde. Mittlerweile steht fest, dass ein Neubau der Anlegestellen im Wallgraben zwischen Schlossinsel und Rotdornstraße ein ambitioniertes, aber eben auch teures Unterfangen wird.

Alte Fördermittel als Bremse

Die Stadtvertretung Mirow hat nun ein Ingenieurbüro mit ersten Planungsleistungen beauftragt, um ein Ersatzneubau anschieben zu können. Dabei gehe es erst einmal weniger um eine konkrete Bauplanung, sondern vielmehr um den richtigen Prozess hin zur Sanierung. „Denn das Projekt hat jetzt eine Größenordnung erreicht, wo wir nach derzeitigem Stand über eine europaweite Ausschreibung reden“, erklärt Bürgermeister Henry Tesch (CDU) auf Nordkurier-Nachfrage. Mirows Stadtoberhaupt spricht von einem „mehrere Millionen Euro“ teuren Bauvorhaben.

Der Weg war bislang dabei recht steinig gewesen. Denn bis ins vorige Jahr hinein hatte noch eine Zweckmittelbindung alter Fördermittel bestanden. Diese musste aufgehoben werden, bevor überhaupt ein erster Handschlag für einen Neubau gemacht werden durfte. Für die Errichtung des kleinen Stadthafens flossen vor rund 20 Jahren nämlich Fördermittel, für die eine Zweckbindungsfrist festgeschrieben wurde. Im Umkehrschluss hätte es für einen Neubau bis zum Ablauf dieser Frist im Jahr 2023 keine neuen Fördermittel geben dürfen. Ohne Gelder aus Fördertöpfen wird die Stadt so ein Projekt aber nicht stemmen können. Im Mai vorigen Jahres hatte dann Landes-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) die Zweckbindungsfrist für aufgehoben erklärt.

Noch kein konkreter Termin für den Baustart

Seither sei weiter an und für ein Bauvorhaben gearbeitet worden. Mit der jetzigen Beauftragung des Ingenieurbüros sei der nächste Schritt gemacht, sagt Tesch. Ausschreibungsfristen oder gar ein Termin für einen Baustart lassen sich derweil noch nicht absehen. Auch Fördermittelgeber müssen nun erst mal aufgetrieben werden. Dass die Mirower Hafen-Misere so schnell nicht zu lösen ist, wurde in den vergangenen zwei Jahren immer wieder betont. Anfang 2018 sah sich die Stadt dazu gezwungen, die Anlegestellen für Bootsfahrer zu sperren, da die Anlage in ihrer Grundstruktur zu marode ist. So lautete damals das niederschmetternde Ergebnis eines Gutachtens. Die Untersuchung hatte eine ganze Liste an Mängeln aufgeführt. Von fehlenden Bohlen über verrottete Pfähle bis hin zu losen Rohren, Brettern und Pfosten reichte die Palette. Rund 15 Liegeplätze bot der alte Wasserwanderrastplatz. Inzwischen gibt es den Vorschlag, die Kapazität des Stadthafens zu erhöhen, indem auch die gegenüberliegende Uferseite genutzt werde.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Mirow

Kommende Events in Mirow (Anzeige)

zur Homepage