Havel-Arm

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Havel-Arm wird entschlammt

Niedriger Wasserstand schafft Gestank und Ärger bei Anwohnern

Vom Gestank war gestern Vormittag unterhalb der Brücke an der Alten Havel bei Ahrensberg nichts zu spüren, indessen war anhand der Holzeinfärbung an den Baumstämmen immer noch ablesbar: dem stillgelegten Havel-Arm fehlt trotz der starken Niederschläge der letzten Wochen Wasser. Etwa 20 Zentimeter liegt der Pegel unternormal. Bis zum Sommer dürfte das Defizit noch größer gewesen sein. Kein Wunder, dass sich Anwohner beschwerten. Das Gewässer ist angesichts des dichten Uferbewuchses und durch ins Wasser gefallene Bäume stark verschlammt. Dem aber soll jetzt abgeholfen werden, so Reinhard Reimann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes "Obere Havel"" während der Grabenschau in Ahrensberg. Zunächst soll aber der Uferbereich "entstrüppt" werden. Der beabsichtigte Rückschnitt werde über eine ABM erfolgen, kündigte Reimann an. Das darauf folgende Entschlammen werde dann von einer speziellen Entsorgungsfirma vorgenommen. Soweit möglich wird der Schlamm über einen Bagger, der in den Wiesen unterhalb der Brücke stationiert wird, aus dem Graben heraus gezogen. Dort, wo die Wiesen den Bagger nicht mehr tragen, wird ein Schwimmboot eingesetzt. Die Arbeiten sollen entweder Ende diesen Jahres oder aber zu Beginn des nächsten starten, so die Vorstellungen im Wasser- und Bodenverband.Der Havel-Arm wurde einst als Vorfluter genutzt. Mit dem Ausbau des Kammerkanals verlor er seine Bedeutung, der Zufluss zum Drewensee wurde still gelegt. Eine Wiederöffnung, um die Fließgeschwindigkeit zu verändern, ist nicht beabsichtigt, würde auch zu hohe Kosten verursachen, hieß es gestern.