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Heimat überstrahlt sogar Hauptstadtlicht

VonSusanne Schulz„Strelitzer Farben“ wählt Hermann E. W. Rädisch auch für seine zweite Ausstellung in der Hafengalerie. Mindes- tens zweimal im Jahr ...

Das Rathaus mit Marktbrunnen gehört zu den Lieblingsmotiven von Kristina und Hermann Rädisch.  FOTO: Susanne Schulz

VonSusanne Schulz

„Strelitzer Farben“ wählt Hermann E. W. Rädisch auch für seine zweite Ausstellung in der Hafengalerie. Mindes- tens zweimal im Jahr zieht es ihn aus Berlin hierher.

Neustrelitz.Selbst die Wasserspiele vor dem Rathaus leuchten in ganz zartem Blau, Gelb und Rot. Als „Strelitzer Farben“ erlebt und gestaltet Hermann E. W. Rädisch diesen Mecklenburger Dreiklang, und „Strelitzer Farben“ nennt der gebürtige Residenzstädter auch seine neue Ausstellung in der Hafengalerie. Besichtigt werden kann sie schon jetzt; zur festlichen Eröffnung am Sonntag wird des Malers Tochter, Konzertgitarristin Doreen Lange-Boßdorf, das Publikum auch musikalisch unterhalten.
Mindestens zweimal im Jahr kommt Hermann Rädisch – seit langem in Berlin-Lichtenrade sesshaft – mit Ehefrau Kristina in seine Heimatstadt, wo er einst als Schüler des legendären Gerd Gombert zu malen begann. Wie sich Neustrelitz verändert, fällt ihm in erster Linie positiv auf: Bauliche Fortschritte bleiben natürlich nicht unbemerkt. Lieblingsorte wiederum hat der 75-Jährige vor allem in der Landschaft ringsum, in den Hellbergen etwa, am Walter-Gotsmann-Stein. Ein markantes Motiv ist zudem auf dem Weg nach Peckatel, wo Rädischs Vorfahren herstammten, der von einemeinzelnen Baum gekrönte Barenberg.
Aquarelle, Acrylbilder und Drucke hat der Künstler ausgewählt für die Hafengalerie, wo er bereits vor drei Jahren mit „Strelitzer Farben“ präsent war. Dem damaligen Ausstellungstitel fügt er nun einfach die Nummer II als Fortsetzung und das Prädikat „verschiedenARTig“ hinzu. Die gezeigten Arbeiten sind alle erst seither entstanden. Und außer heimatlichen Sujets hat Hermann E. W. Rädisch – die Initialen stehen für Ernst Wilhelm, nach seinen Großvätern – auch einige Berliner Szenen und Blumenmotive im Gepäck. Mindestens eines davon muss noch als unverkäuflich markiert werden: Das hat er zu Hause, nicht ohne seine Frau mit Engelszungen überreden zu müssen, „ausgeliehen“. Und nicht alles, was sein Schaffen ausmacht, findet an den Wänden Platz: Auch einige Beispiele moderner, ungegenständlicher Malerei werden zum Kauf angeboten.
Ausstellung bis 26. Mai; geöffnet mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr; Vernissage am 5. Mai um 14 Uhr.

Kontakt zur Autorin
susanne.schulz@nordkurier.de