PLASTIK-GALERIE

Hier kann man echte Liebes-Bande sehen

In Neustrelitz gibt es eine Skulpturen-Ausstellung, die es in sich hat. Auch Erotik. Aber nicht nur!
Marcel Laggai Marcel Laggai
Sozusagen das Ur-Liebespaar schlechthin - Adam und Eva in inniger Umarmung.
Sozusagen das Ur-Liebespaar schlechthin – Adam und Eva in inniger Umarmung. Marcel Laggai
Neustrelitz.

Das Thema Liebe ist mindestens so alt wie die Menschheit an sich. Wenn es nach der Mythologie geht, dann sogar darüber hinaus. Sie berührt jeden von uns und kann mitunter auch sehr schmerzhaft sein. Weil die Liebe geradezu allgegenwärtig ist, wundert es nicht, dass die Plastikgalerie der Neustrelitzer Schlosskirche dieser Sache eine eigene Ausstellung gewidmet hat. Unter dem Motto „Liebesbande – Plastik aus drei Jahrhunderten“ lockt die Schau seit dem 28. April Kunstinteressierte von nah und fern.

„Nach gut anderthalb Monaten haben mehr als 1000 Besucher unsere Ausstellung besucht“, erklärt Kurator Raimund Hoffmann sichtlich erfreut über den Anklang. Bei einer jährlichen Besucherzahl von knapp 6000 Gästen schon jetzt ein voller Erfolg. Allerdings geht es bei „Liebesbande“ nicht ausschließlich um die direkte Liebe zwischen Mann und Frau – also keine reine Erotik. „Vielmehr geht es um die zwischenmenschliche Komponente im Großen und Ganzen“, so Hoffmann. Angefangen bei Nächstenliebe, hin zur Geschwisterliebe oder die elterliche Liebe – das Thema dringe nahezu jeden Bereich der menschlichen Interaktion, heißt es weiter.

„Zugpferde” wie Barlach oder Käthe Kollwitz

Das Ur-Liebespaar „Adam und Eva“ darf bei dieser Ausstellung natürlich keineswegs fehlen. Darüber hinaus greifen 24 weitere Plastiken das Thema Liebe in der einen oder anderen Form auf. Zu den 18 Künstlern zählen „Zugpferde“ wie Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Max Kruse, aber auch die Plastiken von Georg Kolbe oder Stephan Sinding finden allerhand Anklang. Dabei ist keineswegs selbstverständlich, so viele Hochkarätiger auf engsten Raum zu finden. „Solch große Namen findet man normalerweise eher in großen und namhaften Galerien“, sagt Hoffmann mit einem zufriedenen Nicken. Da müsse sich die Plastikgalerie beziehungsweise Neustrelitz nicht im Geringsten verstecken, fügt der Kurator hinzu.

Was Hoffmann sich allerdings bei jedem einzelnen Besucher wünscht, ist: „Dass wenn sie die Ausstellung wieder verlassen, sie bestenfalls etwas für sich mitnehmen. So könne man über Eindrücke und Gefühle sicher noch lange Zeit diskutieren, heißt es vom Organisator der Schau.

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