Unsere Themenseiten

Wissenschaft

:

Humboldt-Uni forscht in der Bio-Gärtnerei Watzkendorf

Gut verpackt werden die Blätter in ihrer Entwicklung genau beobachtet.
Gut verpackt werden die Blätter in ihrer Entwicklung genau beobachtet.
Marlies Steffen

Ein Sensor an einer Tomate soll genau ermitteln, wie sich das heranwachsende Gemüse fühlt und was es gerade als unverzichtbar ansieht.

Kommt schon bald die mitarbeiterfreie Gärtnerei, in der alles vollautomatisch funktioniert? Sabine Kabath von der Bio-Gärtnerei Watzkendorf winkt ab. Soweit wird es nicht kommen, sagte sie am Wochenende. Sie verweist eher darauf, dass ihre 35 Mitarbeiter regelmäßig bei den Tomaten sein müssten. Wöchentlich bekommen diese sogar Streicheleinheiten, denn die Tomaten müssten befühlt werden, außerdem müssten die Pflanzenranken befestigt werden.

Immerhin, derzeit arbeiten die Berliner Humboldt-Universität und der Watzkendorfer Bio-Betrieb für eine wissenschaftliche Arbeit zusammen, bei der es ganz um die Bedürfnisse von Pflanzen geht. Wann haben sie Durst, wann ist es ihnen zu warm, wann zu trocken – all diese Fragen sollen irgendwann beantwortet werden können.

Am Ende könnte ein Computerprogramm stehen

Derzeit werden erst einmal jede Menge Daten gesammelt. Dazu ist beispielsweise an einer Tomate ein Sensor befestigt und ist ein Blatt in ein Behältnis eingepackt, in dem die Befindlichkeiten der Pflanze genau ermittelt werden sollen.

Die gesamte Datenanalyse soll später in ein softwaregesteuertes Programm münden. Die Hoffnung: Noch mehr für das Pflanzenwohl tun zu können, um bessere Erträge zu erzielen. „Vorerst sind wir aber am Anfang, das Projekt ist auf drei Jahre befristet, wir sind erst im ersten Jahr“, verdeutlichte Sabine Kabath am Sonnabend während der Bio-Landpartie in Mecklenburg-Vorpommern, an der sich die Bio-Gärtnerei Watzkendorf beteiligte.