FYNN KLIEMANN

Internet-Star kauft einstiges DDR-Ferienobjekt in Koldenhof

Wer sich nicht auf YouTube, Instagram oder Facebook tummelt, wird Fynn Kliemann gar nicht kennen. Dabei hat er allein auf Youtube mehr als 500 000 Abonnenten.
Dieses Objekt in Koldenhof soll Internet-Star Fynn Kliemann gekauft haben. Es wurde zu tiefsten DDR-Zeiten gebaut.
Dieses Objekt in Koldenhof soll Internet-Star Fynn Kliemann gekauft haben. Es wurde zu tiefsten DDR-Zeiten gebaut. Fotos: Susanne Böhm + Axel Heimken
Neustrelitz.

Internet-Star, Webdesigner, Unternehmer, Musiker, Autor und Influencer Fynn Kliemann hat offenbar ein ehemaliges DDR-Objekt in Koldenhof in der Feldberger Seenlandschaft gekauft. Auf seinem Instagram-Kanal teilt der 32-Jährige den Eigentümerwechsel der Anlage mit und lässt seine Fans von der ersten Besichtigung, über die erste Nacht im neuen Haus bis zum Notartermin daran teilhaben.

Fynn Kliemann ist vor allem durch seine drei YouTube-Kanäle „Der Heimwerkerking“, „Kliemannsland“ und „Fynn Kliemann Musik“ bekannt. Allein auf YouTube hat er mehr als 500 000 Abonnenten. „Wenn wir schon mal da sind, will n Feriendorf kaufen, damit wir alle süßen und günstigen Urlaub machen können. Ich sag Bescheid, wenn‘s in trockenen Tüchern ist“, kündigte er im Sommer an und schwärmte von der Schönheit der Natur. „Gleich um die Ecke ist übrigens der See-Himmel.“ Hinterm Haus seien Kraniche zu sehen.

Freunde beim Sprung vom Badesteg gefilmt

Der erste Testabend sah gemütlich aus mit Dosenbier auf einem 90er-Jahre-Sofa am gefliesten DDR-Wohnzimmertisch. „Alles da eigentlich“, sagte Fynn Kliemann. Am nächsten Morgen filmte er sich und seine Freunde beim Sprung vom Badesteg. Auch am Notartermin ließ er sein Internet-Publikum teilhaben.

Was der YouTube-Star mit dem Objekt vorhat, darüber kursieren verschiedene Gerüchte. Die einen sagen, er wolle dort bedürftigen Menschen kostengünstig Urlaub ermöglichen. Die anderen meinen zu wissen, er wolle dort ein Luxus-Tonstudio einrichten und berühmte Musiker an die Seenplatte holen. „Für unsere Gemeinde könnte es ja nur gut sein, wenn so ein bekannter Mann das Objekt gekauft hätte“, sagte Patrick Reußow aus dem Feldberger Rathaus. Er selbst wisse aber auch nicht mehr, habe auch nur die Gerüchte gehört und Fynn Kliemann bis vor Kurzem gar nicht gekannt.

Objekt soll gut zehn Jahre leer gestanden haben

Feldbergs Vize-Bürgermeister Reiner Stöhring, der selbst in Koldenhof wohnt, verfolgt die Geschehnisse mit großem Interesse. „Ich bin froh, dass dort endlich etwas passiert. Es wäre toll für das Dorf, wenn sich dort etwas tut, vielleicht mit Künstlern oder Ferienwohnungen.“ Mehr als zehn Jahre habe das Objekt leer gestanden. Es habe immer mal wieder Interessenten gegeben, die dann aber doch nicht „zum Zuge kamen“.

Nun hoffe er, dass sich Fynn Kliemann mal bei ihm meldet. Er habe selbst schon versucht, Kontakt aufzunehmen, das sei ihm aber nicht gelungen. „Ich würde gern einfach mal quatschen, was er so vorhat. Vielleicht können wir ihm Tipps geben und zusammenarbeiten. Das kann für beide Seiten nur von Vorteil sein. Die Anlage sei innen schöner als außen. „Dafür, dass sie so lange leer stand, hat sie sich gut gehalten. Sie wurde immer beheizt und die Dächer sind in Ordnung.“ Natürlich sei der alte DDR-Standard nicht mehr zeitgemäß, aber für einfache Ansprüche seien die Gebäude sofort bewohnbar. Zu tiefsten DDR-Zeiten sei das Objekt inmitten traumhafter Natur als Gästedomizil des Ministerrats gebaut worden. Gerüchte, wonach die Stasi die Häuser genutzt hätte, seien „Unsinn“. Zuletzt war die Anlage eine Jugendherberge. Fynn Kliemann selbst war für den Nordkurier bislang nicht zu erreichen.

Ehemaliger Gasthof wird ebenfalls ausgebaut

Er hat offenbar viel um die Ohren, veröffentlicht unentwegt kurze Videos auf diversen Kanälen, macht Musik, reist und treibt mehrere Pläne zugleich voran. Parallel zu seinem Projekt in Feldberg baut er einen ehemaligen Gasthof in Niedersachsen zu einem Zentrum für Künstler um. Kliemannsland hat er den weitläufigen Hof genannt. Zuletzt machte er von sich reden, als er zusammen mit Musiker Olli Schulz das Hausboot des verstorbenen Sängers Gunter Gabriel in Hamburg kaufte und restaurieren wollte.

Das Immobilienportal Jewomax beschreibt das Objekt in Koldenhof als zwei-geschossiges Haupthaus mit Heizhaus, Lagerhalle und mehreren Garagen. Das Gebäude besitze zehn Zimmer mit Betten und vier Appartements mit eigenem Bad. Ebenfalls gebe es ein Büro, einen größeren Clubraum und mehrere Sanitäreinrichtungen, ein Restaurant mit möglicher Küche, ein Wohn- oder Ferienhaus mit zwei größeren Unterkünften, ein Appartementhaus, zwei Bungalows und mehr. Immobilienscout 24 hatte den Kaufpreis bei 370 000 Euro angesetzt. Seit dem 14. März ist das Objekt dort als „nicht mehr verfügbar“ gekennzeichnet.

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Kommentare (2)

... und herzlich willkommen in M/V, Fynn Kliemann !
Viel Spaßmit dem neuen Objekt.

ich sag seine videos...