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Investor will neuen Standort für Legehennenanlage bei Cantnitz vorschlagen

Die Anlage soll für 40.000 Tiere konzipiert werden. Dazu gibt es eine Sondersitzung des Ortsrates.
Der Investor will einen neuen Standort für eine Legehennenanlage bei Cantnitz ins Gespräch bringen (Symbolfoto).
Der Investor will einen neuen Standort für eine Legehennenanlage bei Cantnitz ins Gespräch bringen (Symbolfoto). Julian Stratenschulte
Cantnitz ·

In der kommenden Woche geht es erneut um die bei Cantnitz geplante Legehennenanlage für 40.000 Tiere. Am 10. August findet dazu im Vereinsgebäude von Cantnitz eine Sondersitzung des Ortsrates statt. Wie der Nordkurier aus dem Feldberger Rathaus erfuhr, geht es um einen neuen Standort für die Anlage. Bei der ersten Vorstellung des Investitionsvorhabens war eine Fläche rund 800 Meter vom Ortsrand entfernt und unweit der ehemaligen Deponie Möllenbeck ins Gespräch gebracht worden. Thomas Böckermann, der in Koldenhof eine Schweinemast- und eine Biogasanlage betreibt, hatte das Vorhaben zusammen mit seinem Sohn Paul vorgestellt.

Großer Widerstand seitens der Bürger

Nunmehr soll es in der Ortsratssitzung um einen Standortvorschlag gehen, der noch weiter von der Ortslage Cantnitz entfernt ist. Die Sitzung ist öffentlich, sie beginnt um 18 Uhr. Bei der ersten Vorstellung des Projekts im Cantnitzer Ortsrat war den Investoren großer Widerstand seitens der Bürger entgegengebracht worden. Zwischenzeitlich hat sich auch eine Bürgerinitiative gegen das Projekt gegründet. Auf Unterschriftenlisten gegen das Projekt haben sich Nordkurier-Informationen zufolge bereits mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger eingetragen. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung der Anlage trifft allerdings nicht die Gemeinde, sondern das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Dort müssen Anlagen ab einer Größenordnung von 15 000 Tieren mit einer sogenannten Umweltverträglichkeitsprüfung versehen werden.

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