TOURISMUS

Jetzt bekommt die Schlosskoppel doch noch ein Konzept

Die Schlosskoppel hat marode Bauten und Wanderwege im schlechten Zustand. Ein Plan zur Wiederbelebung des Naherholungsgebiets ist in der Entwicklung.
Hinter dem Torbogen des Borkenhauses in der Schlosskoppel Neustrelitz besteht eine Wand sogar noch aus Borke. Die Wand ist allerdings lückenhaft.
Hinter dem Torbogen des Borkenhauses in der Schlosskoppel Neustrelitz besteht eine Wand sogar noch aus Borke. Die Wand ist allerdings lückenhaft. Tobias Lemke
Neustrelitz.

Borkenhaus, Tabula Ruheplatz, Hobedenkmal und Franzosensteg – in der Schlosskoppel von Neustrelitz schlummert so manches Schätzchen. Die gute Nachricht lautet, dass sich die Stadt der historischen Bedeutung dieser Stätten durchaus bewusst ist. Denn für die Schlosskoppel soll ein Konzept entwickelt werden, um sie als Naherholungsgebiet wieder besser erlebbar zu gestalten. Die schlechte Nachricht lautet, dass derzeit noch nichts Konkretes spruchreif ist.

Bessere Verknüpfung der Waldgebiete

Insofern musste Axel Zimmermann vom Stadtplanungsamt am Sonnabend auf der Vortragstagung „Flora und Fauna 2018“ im Kulturquartier in Neustrelitz die Zuhörer ein wenig beschwichtigen. Der Ausrichter der Tagung, der Regionalverband des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), hatte immerhin die erste öffentliche Vorstellung des Schlosskoppel-Konzepts angekündigt. „Soweit sind wir aber noch gar nicht, weil dazu bei der Stadt noch keine Abstimmung stattgefunden hat“, erklärte Zimmermann.

Der Stadtplaner konnte aber dennoch über den aktuellen Stand berichten und Ausblicke geben. So sei etwa die bessere Verknüpfung der vier Waldgebiete Schlosskoppel, Tiergarten, Bürgerhorst und Kalkhorst durch ein Wanderwegenetz angedacht. „Die Schlosskoppel ist dabei der Teil, der die meiste Geschichte hat“, sagte Zimmermann. Im Jahr 1794 angelegt, wurden vom damaligen Regenten Herzog Carl insbesondere für den östlichen Teil Aufträge für heute historisch wertvolle Bauten erteilt. Das Borkenhaus etwa solle mit dem neuen Konzept natürlich erhalten bleiben. Auf die Reste von Hobebrunnen und Tabula Ruheplatz sollten zumindest Schautafeln aufmerksam machen. Dazu gibt es einen besonderen Baumbestand, zum Beispiel eine alte Eibe oder Sumpfzypressen in der Schlosskoppel.

Franzosensteg soll im Konzept Beachtung finden

Wanderer können diese besonderen Orte derzeit aber nur schlecht finden, geschweige denn erreichen. Es fehlt an Hinweisschildern. Zudem ist ein Großteil der Wege in der Schlosskoppel in einem desolaten Zustand. „Das Entscheidende wird sein, das Wegenetz in einen Zustand inklusive Ausschilderung zu versetzen, der eine bessere touristische Vermarktung erlaubt“, erklärte Zimmermann.

Der Franzosensteg, der zu einem beliebten Aussichtspunkt am Zierker See führt, soll im Konzept ebenfalls Beachtung finden – so viel stehe fest, sagte Zimmermann. Ob am Ende aber wirklich eine Erneuerung des zusammengebrochenen Stegs dabei herauskommt, stehe allerdings noch auf einem anderem Blatt Papier. Denn am Ende gehe es immer auch um die Finanzierbarkeit der Vorhaben. Mitte 2019 wird über den nächsten Doppelhaushalt der Stadt Neustrelitz beraten. Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt soll ein detailliertes Schlosskoppel-Konzept vorliegen.

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