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Diese Kassiererin enttarnte den falschen Zwanziger

Jeder Schein durchwandert das Prüfgerät. Die Arbeit macht sich Kerstin Köppen, selbst wenn die Schlange vor der Kasse mal etwas länger wird. Am Wochenende zog sie so auch eine flasche Banknote aus dem Verkehr.
Jeder Schein durchwandert das Prüfgerät. Die Arbeit macht sich Kerstin Köppen, selbst wenn die Schlange vor der Kasse mal etwas länger wird. Am Wochenende zog sie so auch eine flasche Banknote aus dem Verkehr.
Tobias Lemke

In Neustrelitz ist am Wochenende in einem Einkaufmarkt Falschgeld aufgetaucht. Der Schein soll aus einem Geldautomaten stammen, behauptet die Ertappte. Aber kann das überhaupt sein? Nein, sagt einer, der es wissen muss.

Mit dem Zwanziger stimmt was nicht. Das war Kerstin Köppen am Sonnabend sofort aufgefallen als sie die Banknote in ihren Händen hielt. Die Kassiererin vom Neustrelitzer Repo-Markt an der Penzliner Chaussee hat am Wochenende Falschgeld aus dem Verkehr gezogen. Eine Kundin versuchte damit zu bezahlen und erklärte, der Schein stamme sogar aus einem Geldautomaten. 

Allerdings unterliegt Geld, mit dem Bankautomaten bestückt werden, einer strengen Prüfung. Dass ein Automat den falschen Zwanziger ausspuckte, kann sich etwa Roland Toebe, Bereichsleiter bei der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, nicht vorstellen. Nur eingeschweißtes Geld, das entweder von der Bundesbank oder dem eigenen Kreditinstitut geprüft wurde, komme in die Maschinen. "Kunden können sich darauf verlassen, dass das sauberes Geld ist", versichert Toebe. Bei sogenannten Recyclern (Automaten die auch eine Einzahlungsfunktion bieten) sei zudem eine Falschgelderkennung eingebaut, die so fein arbeite, dass eher mal ein richtiger Schein herausgefiltert wird, weil etwa Schmutz darauf ist.

Den Fall untersucht nun die Kriminalpolizei. Gegen die Kundin sei zunächst von Amts wegen eine Ermittlung eingeleitet worden. "Ob dann wirklich der Verdacht einer Straftat besteht, steht aber auf einem anderen Blatt Papier", so Polizeisprecherin Karen Lüdtke. Denn die Kundin könne letztlich auch ein Opfer der Falschgeld-Geschichte sein.