Die Ruinen und auch das Musterhaus sind auf dem Areal am Käbelicksee verschwunden. Baufreiheit für den zukünfti
Die Ruinen und auch das Musterhaus sind auf dem Areal am Käbelicksee verschwunden. Baufreiheit für den zukünftigen Ferienpark besteht aber noch lange nicht. Heike Sommer
Müritz-Nationalpark

Kein Baustart für den Ferienpark am Käbelicksee

Die Pläne sahen vielversprechend aus. Doch aus dem Baustart für den Ferienpark mit 31 Häusern am Käbelicksee wird erst mal nichts.
Kratzeburg

Ganz so schnell, wie es sich die Investoren gedacht hatten, wird der Ferienpark am Käbelicksee nun doch nicht gebaut. Das Unternehmen Seesiedlung Käbelicksee im Nationalpark Müritz GmbH (SKIN Müritz) aus Berlin wollte ab Herbst loslegen und 31 Ferienhäuser auf dem Areal nahe Kratzeburg errichten. Im Oktober vorigen Jahres war Geschäftsführer Uwe Große-Wortmann noch davon ausgegangen, dass das Projekt zügig über die Bühne geht, nachdem mehr als 25 Jahre Stillstand geherrscht hatte. Das Unternehmen SKIN Müritz ist Bestandteil einer Holding, die in der Schweiz und Deutschland beheimatet ist. Doch jetzt kommt auch der neue Versuch, die attraktive Fläche am Käbelicksee touristisch zu vermarkten, ins Stocken.

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Areal wird beräumt

Dabei hatte man bereits damit begonnen, das Areal zu beräumen. Im Laufe der vergangenen 25 Jahre hatte sich einiges an Unrat angesammelt. Zudem war das Musterhaus des Vorgängerprojekts zur Ruine verkommen und musste abgerissen werden. Der Schutt wurde säuberlich sortiert und zum Abholen bereit aufgeschichtet. Dabei ist es bis heute geblieben.

Als Grund für die Verzögerung nennt Geschäftsführer Große-Wortmann Planungsänderungen. „Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, dass wir auf der Grundlage des alten Bebauungsplanes loslegen können“, sagt er. Doch das hat sich zerschlagen. „Die Wünsche der Investoren haben sich verändert und stimmen nicht mehr mit dem genehmigten Bebauungsplan überein. Der muss nun angepasst werden“, sagt der Geschäftsführer. Ursprünglich sollten ein- und zweigeschossige Häuser gebaut. „Das soll anders werden“, sagt Große-Wortmann. Wie konkret anders darüber äußerte sich der Geschäftsführer nicht.

Umweltgutachten muss erstellt werden

Nicht nur bauliche Veränderungen machen einen neuen B-Plan nötig. „Der Nationalpark hat in den vergangenen Jahren die Hänge zum Käbelicksee als Flächen angekauft. Damit wurden die Voraussetzungen geändert, der alten B-Plan aus den 1990-Jahren ist in etlichen Punkten hinfällig“, sagt Kratzeburgs Bürgermeister Guntram Wagner. So müssten beispielsweise neue Umweltgutachten erstellt werden. „Das nimmt Zeit in Anspruch“, schätzt Wagner ein.

Wann das Projekt Ferienpark gestartet wird, ist unklar. Geschäftsführer Uwe Große-Wortmann hat sich inzwischen aus dem Vorhaben zurückgezogen, wie er jetzt gegenüber Nordkurier erklärte. In Kratzeburg sieht man die Entwicklung gelassen. „Es ist 25 Jahre nichts passiert. Da sind die Erwartungen nicht mehr sehr hoch“, sagt Guntram Wagner. Man freue sich aber, dass die Fläche beräumt wurde.

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