Die Grünpflanzen an der Wand unterhalb der Hohenzieritzer Straße haben bislang kaum Chancen bekommen, sich ordentli
Die Grünpflanzen an der Wand unterhalb der Hohenzieritzer Straße haben bislang kaum Chancen bekommen, sich ordentlich zu entwickeln. Randalierer rissen das Grün immer wieder heraus. Als unschönen Ersatz gab es jede Menge Graffiti-Schmiererei. Marlies Steffen
Vandalismus

Keine Chance für grüne Ranken am Glambecker See

Am Glambecker See in Neustrellitz stellt eine mit Graffiti beschmierte Wand einen echten Schandfleck dar. Immer wieder toben sich dort Randalierer aus.
Neustrelitz

Eigentlich sollte es ein Hingucker mit viel Grün werden. So lauteten damals die Pläne. Doch der Hingucker präsentiert sich eher als Aufreger. Und als ein innerstädtischer Schandfleck. Denn die Wand aus Sichtbeton am Glambecker See unterhalb der Hohenzieritzer Straße ist über all die Jahre eine „Spielwiese“ für Graffiti-Sprayer geblieben. Wild durch- und übereinander sind Symbole und Schriftzüge auf den Sichtbeton geschmiert.

Und noch viel schlimmer: Die Sprayer oder andere Vandalen schrecken auch nicht davor zurück, die jungen Pflanzen, die eigentlich die Wand zur Hohenzieritzer Straße herauf ranken sollen, aus dem Boden zu reißen und damit dem Grün jegliche Chance auf eine Entwicklung zu nehmen. Das sorgt verständlicherweise für Verärgerung bei all jenen, die die grüne Oase mit Seeblick inmitten der Residenzstadt schätzen.

Stadt hat inzwischen Anzeige erstattet

Auch im Neustrelitzer Rathaus ist man „not amused“ über den andauernden Vandalismus. Die Pläne für die Wand aus Sichtbeton waren nämlich einst andere. Ursprünglich gab es die Idee, die Pflanzen an der Wand halb hoch wachsen zu lassen und damit sowohl das Grün als auch den Beton zu zeigen. Doch schon diese Pläne wurden durch die Graffiti-Szene und Randalierer immer wieder durchkreuzt. Dann sollte das rankende Grün die gesamte Wandfläche bedecken. Doch auch hier blieb es bei der Idee. Der Wilde Wein wurde immer wieder herausgerissen.

Wegen der Sachbeschädigung hat die Stadt Neustrelitz zwischenzeitlich Anzeige erstattet, bestätigte Rathaussprecherin Petra Ludewig. Es habe auch schon früher Sachbeschädigungen gegeben, doch diese seien nicht so massiv gewesen. Wie es weiter aus dem Rathaus hieß, soll in den kommenden Wochen der weitere Umgang mit der Wandfläche besprochen werden. Ziel sei es, eine Lösung zu finden, die von Bestand ist.

 

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