Sommer-Theater

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Kikaninchen-Star kaspert in der Seenplatte

Christian Bahrmann, bekannt durch das Kikaninchen im TV, ist in diesem Sommer in der ganzen Kleinseenplatte mit seinem Kasper unterwegs. 
Christian Bahrmann, bekannt durch das Kikaninchen im TV, ist in diesem Sommer in der ganzen Kleinseenplatte mit seinem Kasper unterwegs.
Tobias Lemke

Der aus dem TV bekannte Christian Bahrmann und andere Puppenspieler sind im Juli und August erstmals zu den „Puppenspielwochen“ in der Region unterwegs.

Eigentlich, so sagt Christian Bahrmann mit verschmitztem Grinsen, könne er in diesem Jahr schon sein 40-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Dabei ist der Schauspieler, Moderator und Sänger gerade mal 43 Jahre alt. Aber schon als Dreijähriger habe er sich fürs Puppentheater interessiert und seine erste Handspielpuppe geschenkt bekommen. „Mich hat das immer fasziniert, wie sich eine Welt erschaffen lässt, die dann am Ende wieder in einem kleinen Koffer verschwindet“, erzählt Bahrmann.

Ins Mecklenburgische gezogen

In diesem Sommer wird Bahrmann, der vor allem Kindern aus der TV-Show mit dem Kikaninchen bekannt sein dürfte, mit seinem Puppentheater in der Kleinseenplatte auf Tour sein. Neben seinen vielen anderen Aktivitäten zählt eben auch das Puppenspiel zum Repertoire des Multitalents. Die Idee zu den „Puppenspielwochen“ stammt dabei gar nicht von ihm selbst, sondern von Wustrows Bürgermeister Heiko Kruse. Erst kürzlich war Bahrmann ins Mecklenburgische nahe Wustrow gezogen. Auf dem Darß hat Bahrmann den Kindersommer mit initiiert und zu einer seit Jahren erfolgreichen Veranstaltungsreihe entwickelt. „Der Bürgermeister von Wustrow meinte zu mir: Das brauchen wir hier auch“, erzählt der TV-Star. Immerhin sei die Kleinseenplatte ebenso eine Urlauberregion.

Gesagt, getan. Kommende Woche Montag, am 16. Juli fällt nun auf der Festwiese in Wustrow der Startschuss oder vielmehr der Vorhang für das erste Puppenspiel der neuen Veranstaltungsreihe. Weitere Aufführungen sind geplant in Mirow, Wesenberg, Priepert, Seewalde und Granzow. Jeweils um 16 Uhr beginnen die Vorstellungen. Zum Auftakt in Wustrow spielt Ulrich Müller-Hönow vom Puppentheater Prenzl-Kasper „Hänsel und Gretel“. Bahrmanns „Kaspar und der Teufel“ werden erstmals am Mittwoch, dem 18. Juli, auf der Festwiese in Wesenberg zu sehen sein. Zudem sind noch der Alpenkasper Andreas Ulbrich aus Österreich und Jörg Bretschneider vom Dresdner Figurentheater mit von der Partie.

Vorstellungen laufen nicht am Wochenende

Für Bahrmann ist Puppenspiel mehr Kunst als Unterhaltung. Klar, in erster Linie gehe es darum, dass das Publikum – im Übrigen auch die Eltern – ihren Spaß haben. „Aber ich versuche immer auch den intelligenten Witz und das Literarische unterzubringen“, erklärt der Familienvater. Das Sympathische am Puppentheater sei ja die Interaktion zwischen Spieler und Zuhörern. Keine Vorstellung gleiche der anderen. Es gebe immer andere Zurufe der Kinder. „Im Publikum sitzen immer ein Störer, Schlaue oder Faszinierte“, so Bahrmann. Für ihn bedeutet das, stets die Ohren zu spitzen, um schlagfertig und spontan reagieren zu können. Manchmal bekommen dabei auch die Erwachsenen ihr Fett weg. „Der Kaspar musste auch schon zwei Erzieherinnen ermahnen, die während der Vorstellung die Aldi-Werbung auswerteten“, erzählt er lachend.

Ganz bewusst wurden alle Vorstellungen in die Woche gelegt, da samstags und sonntags in der Region ohnehin meist viel los ist. Der Eintritt ist frei, um eine Hutgage wird gebeten. Alle Veranstaltungstermine sind unter www.klein-seenplatte.de/puppenspielwochen abrufbar.