Reiten statt streiten

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Klare Regeln für Pferde in Woldegks Wald

Auf diesen Waldweg darf kein Pferd mehr seine Hufe setzen.
Auf diesen Waldweg darf kein Pferd mehr seine Hufe setzen.
Tobias Lemke

Welche Wege dürfen im Woldegker Stadtforst hoch zu Ross beschritten werden und welche nicht? In der Frage gab es in der Vergangenheit so manche Querelen zwischen Forst, Stadt und Reitern. Jetzt sind die Vorschriften eindeutig.

Ähnlich wie Straßenschilder den rollenden Verkehr regeln, wird jetzt auch im Woldegker Stadtforst mittels Hinweis- und Verbotsschildern für Ordnung gesorgt. Die Stadt Woldegk und die zuständige Försterin Ines Würker haben für Reiter und Kutschfahrer Verkehrszeichen aufstellen lassen.

Nötig wurde dies, da es in der Vergangenheit Probleme mit den Reitern gab und Interessen kollidierten. Pferde und Kutschen seien immer wieder auf Wegen unterwegs gewesen, die dafür nicht geeignet waren. „Es gibt im Stadtforst zum Beispiel einen Waldlehrpfad, den ich mit Kindergruppen nutze. Der darf dann nicht von Hufen aufgewühlt werden“, erklärt die Försterin. Hinzu komme der Sicherheitsaspekt. Wenn auf solchen Wegen Wanderer unterwegs sind, könne es gefährlich werden. Im Übrigen verlange auch das Landeswaldgesetz eine eindeutige Ausschilderung, falls es in einem Revier Strecken für Reiter geben soll.

Reiten ist nicht nur im Wald schön

Der Pferdesport hat in Woldegk eine lange Tradition. So gibt es mit dem Reit, Fahr- und Voltigierverein sowie dem Pferdesportverein gleich zwei Initiativen die in der Windmühlenstadt hoch zu Ross unterwegs sind. „Wir wollen uns den Vereinsinteressen auch gar nicht entgegenstellen, sondern den Sport fördern“, sagt Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) zu den neuen Schildern im Wald. Er weist zudem darauf hin, dass nicht nur der Stadtwald für Reitwege herhalten kann. Die Region sei von Feldern dominiert, daher sollten Reiter auch das Gespräch mit privaten Grundbesitzern suchen.

Im Stadtforst gibt es nun eindeutige Regeln für die Nutzung der Strecken. Der Hauptweg von Woldegk in Richtung Helpt darf von Reitern und Kutschfahrern genutzt werden. Daneben gibt es von der Hauptstrecke noch zwei Abzweigungen – eine zur Kreisstraße MST 53 und eine in Richtung Groß Daberkow –, die nur von Reitern benutzt werden dürfen. Teilweise wurden die neuen Reiterrouten frei geschnitten und von Gestrüpp befreit.