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Tiere in Not

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Kleine Igel sind zu schwach für den Winter

Dieses knuffige Stacheltier wird im Neustrelitzer Tiergarten aufgepäppelt.
Dieses knuffige Stacheltier wird im Neustrelitzer Tiergarten aufgepäppelt.
Susanne Böhm

Tiere, die leichter sind als 500 Gramm, brauchen Hilfe. Im Tiergarten Neustrelitz kümmern sich Pfleger um geschwächte Igel. Auch in Burg Stargard und Burow finden Tiere Obdach. Das reicht jedoch nicht.

Igel sind jetzt im Herbst besonders aktiv. Sie suchen Futter, um sich Speck für den Winterschlaf anzufressen. Wer allerdings deutlich weniger als 500 Gramm wiegt, bekommt spätestens bei Frost ein ernstes Problem. „Die Igel müssen mindestens so schwer sein wie zwei Stück Butter. Leichtere Tiere überleben den Winter nicht“, sagt Kirsten Bahrke vom Tier­garten Neustrelitz.

Im Tiergarten überwintern bis zu 15 Tiere pro Jahr. Rund 70 Igel jährlich nimmt Astrid Hofmann in ihrer Igelstation in Burow bei Altentreptow auf. Es werden jedoch mehr Helfer benötigt. „In den neuen Bundesländern ist das Netz der Igelretter ziemlich dünn“, sagt Astrid Hofmann.

Auch Gärtner können viel für die stacheligen Gesellen tun. „Ein nicht perfekter ­Garten ist perfekt für den Igel“, sagt Uwe Richter vom Regionalverband der Gartenfreunde. „Einfach einen Laub- oder Reisighaufen liegen lassen, damit ist dem Igel schon geholfen.“ Wer es richtig gut mit den Tieren meint, stellt ihnen ein Igelhäuschen auf.

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