GEBURTEN IN NEUSTRELITZ

Kleiner Babyboom über den Jahreswechsel

Die Zahl der Geburten im Kreißsaal von Neustrelitz ist wieder ansteigend. Gerade zum Jahresstart hatten die Hebammen ordentlich zu tun. Ob es einen Lockdown-Effekt gibt, ist allerdings noch nicht zu erkennen.
Tür zum Kreißsaal im Neustrelitzer Krankenhaus: 273 Kinder wurden dort 2020 geboren.
Tür zum Kreißsaal im Neustrelitzer Krankenhaus: 273 Kinder wurden dort 2020 geboren. NK-Archiv
273 Kinder wurden 2020 im Neustrelitzer Krankenhaus geboren.
273 Kinder wurden 2020 im Neustrelitzer Krankenhaus geboren.
Neustrelitz ·

Die Jungs liegen knapp vor den Mädels. Insgesamt 273 Geburten wurden im alten Jahr im Neustrelitzer DRK-Krankenhauses gezählt. 2020 erblickten im Kreißsaal 133 Mädchen und 140 Jungen das Licht der Welt. „Wir hatten gut zu tun“, erklärt Hebamme Kristin Schulz, dass man auf der Station mit der Anzahl der Geburten ganz zufrieden ist. Neustrelitz.

Das Hebammen- und Ärzte-Team wurde mit drei Geburten auch über den Jahreswechsel in Atem gehalten. Es gab ein Silvesterbaby und sogar zwei Neujahrs-Kinder. Ein kleiner Bube wollte unbedingt noch im alten Jahr ankommen. Er wurde am 31. Dezember gegen 22 Uhr geboren. Ein Junge und ein Mädchen erblickten am Neujahrstag, am frühen Morgen beziehungsweise am Vormittag, das Licht der Welt. Besonders seien am Ende aber alle Geburten – egal ob an einem Feiertag, einem Sonntag oder einem Werktag. „Eine Geburt ist immer wieder ein wunderschönes Ereignis“, sagt Schulz.

September ist des „beste” Monat

Die meisten Babys kamen diesmal im September zur Welt. Sowohl im Juni und im September wurden Kinder mit Gewichten von mehr als fünf Kilogramm geboren. Mit dem vorangegangenen Jahr 2019 sind die Zahlen nur schwer vergleichbar. Damals kamen in Neustrelitz lediglich 149 Kinder zur Welt. Grund für den niedrigen Wert war seinerzeit allerdings eine viermonatige Schließung des Kreißsaals. Mit der diesjährigen Zahl der Geburten nähert sich das Krankenhaus hingegen wieder der Zielmarke von 300 an.

Einfluss erkennbar?

Ob der Lockdown vom Frühjahr schon einen denkbaren Trend in der Neustrelitzer Geburtenstatistik zur Folge haben könnte, sei aktuell noch nicht zu erkennen, sagt Schulz. Fraglich sei, ob da überhaupt ein Einfluss abzulesen sei. Wenn ja, dann dürfte dieser erst in den ersten Wochen und Monaten des neuen Jahres eintreten. „Wir sind da selbst ein bisschen gespannt. Kann sein, dass da was zu erkennen ist oder aber auch nicht“, sagt Kristin Schulz.

Besuchsregeln bringen Ruhe

Die strengen Besuchsregeln bis hin zum Besuchsverbot der vergangenen Monate seien aus Sicht der frischgebackenen Mütter sogar gut gewesen. „Die Ruhe tut auch gut“, sagt Schulz. Für Mütter im Wochenbett könne diese nur förderlich sein. Generell sei es gelungen, alle Herausforderung und Vorgaben aufgrund der Corona-Pandemie zu meistern. „Wir sind ein gut eingespieltes Team“, kann die Hebamme bereits nach kurzer Zeit sagen. Kristin Schulz hat nämlich erst vor vier Monaten auf der Neustrelitzer Geburtenstation begonnen.

Beliebte und ausgefallene Namen 2020

Lina führte im Jahr 2020 die Liste der am häufigsten vergebenen Mädchennamen auf der Neustrelitzer Geburtenstation an. Bei den Jungen war es der Name Louis oder Luis. Es gebe weiterhin einen starken Trend hin zu älteren Namen, hieß es. Ausgesucht wurden so zum Beispiel auch Leopold, Friedrich, Karl, Fritz oder Anton. Bei den Mädchen wiederum wurden Namen wie Martha, Frieda, Elisa, Johanna oder Gerda gewählt. Eher ausgefallene Namen des Jahres 2020 waren Lykka, Keno, Halvar, Xari, Raja, Klera und Jola.

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