Personalkonzept
Kleinseenplatte will feste Stelle für die Feuerwehr schaffen

Die Kleinseenplatte will eine 20-Stunden-Stelle im Bereich Brandschutz einrichten (Symbolbild).
Die Kleinseenplatte will eine 20-Stunden-Stelle im Bereich Brandschutz einrichten (Symbolbild).

Allein nur im Ehrenamt lässt sich der Brandschutz nicht stemmen, so die Erkenntnis. Im Amt soll eine 20-Stunden-Stelle für die Feuerwehr ausgeschrieben werden.

In der Kleinseenplatte soll es demnächst eine hauptamtliche Feuerwehrfrau oder einen hauptamtlichen Feuerwehrmann geben. Die Stelle soll im Amt auf 20-Stunden-Basis angelegt sein und die Feuerwehren in Mirow, Wesenberg und Umgebung entlasten, damit diese auch weiterhin ihre Arbeit im Ehrenamt erledigen können. Über den Plan informierte Mirows amtierender Bürgermeister Henry Tesch (CDU) am Dienstagabend bei der Stadtvertretersitzung. „Das Ehrenamt bei der Feuerwehr soll erhalten bleiben. Wir müssen es aber ermöglichen, dass es eben auch gut ausgeübt werden kann“, sagte Tesch.

Welche Anforderungen dabei an die Bewerber gestellt werden sollen, werde erst noch formuliert. Klar sei aber, dass inzwischen viel Technik angeschafft wurde, die betreut werden muss, und dass der allgemeine Verwaltungsaufwand bei den Wehren gestiegen ist. Von Schwerin erhofft sich Tesch dabei in der Frage von hauptamtlichen Feuerwehrkräften in den Kommunen und Ämtern finanzielle Unterstützung. „Das Land muss seinen Anteil leisten, um am Ende so auch das Ehrenamt zu stützen“, forderte er.

Problem Drehleiterfahrzeug

Eng verknüpft ist die Schaffung einer Stelle dabei sicher mit der Feuerwehrbedarfsplanung, die derzeit alle Kommunen im Land beschäftigt. Tesch lehnt die Bedarfsplanung zwar nicht ab, will das Ganze am Ende aber nicht unkommentiert lassen. Einmal sei es schwer, die von beauftragten Expertenbüros erarbeiteten Pläne mit dem, worüber Abgeordnete am Ende auch abstimmen können, ins Lot zu bringen. Stichwort: Drehleiterfahrzeug. Dieses sei streng genommen für Kommunen, in denen mehrgeschossige Häuser stehen, notwendig, eine Anschaffung in Mirow oder Wesenberg hingegen aber ausgeschlossen.

Eine weitere Krux sei, dass der Landkreis die Bedarfsplanung begutachten solle und sogar helfe wolle, die Feuerwehr aber nicht originäre Aufgabe der Kreise sei, sondern der Kommunen.