CHRISTOPHER STREET DAY

Kleinste Schwulen- und Lesbenparade erstaunlich groß

So ein buntes Partyvolk wie am Sonnabend ist in der Residenzstadt selten anzutreffen. Der erste Neustrelitzer Christopher Street Day bringt frischen Wind – hat aber auch einen ernsten Hintergrund.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Ein so buntes Völkchen ist selten auf der Neustrelitzer Rathaustreppe anzutreffen. Mittendrin: der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund (mit pinkfarbenem Schirm), der Neubrandenburger Bürgermeister Silvio Witt (rechts daneben) und Veranstalter Christian Arnold (rechts daneben).
Ein so buntes Völkchen ist selten auf der Neustrelitzer Rathaustreppe anzutreffen. Mittendrin: der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund (mit pinkfarbenem Schirm), der Neubrandenburger Bürgermeister Silvio Witt (rechts daneben) und Veranstalter Christian Arnold (rechts daneben). Susanne Böhm
Eine bunte Truppe versammelte sich am Wochenende beim ersten Christopher Street Day in Neustrelitz. Mit mehr als 350 Teilnehmern waren deutlich mehr Menschen dabei als erwartet.
Eine bunte Truppe versammelte sich am Wochenende beim ersten Christopher Street Day in Neustrelitz. Mit mehr als 350 Teilnehmern waren deutlich mehr Menschen dabei als erwartet. Susanne Böhm
Alle möglichen Menschen feierten fröhlich und friedlich in Neustrelitz.
Alle möglichen Menschen feierten fröhlich und friedlich in Neustrelitz. Susanne Böhm
Mit Musik und geschmückten Wagen ging es durch die Stadt. Auch die Tanzkompanie Neustrelitz war dabei.
Mit Musik und geschmückten Wagen ging es durch die Stadt. Auch die Tanzkompanie Neustrelitz war dabei. Susanne Böhm
Neustrelitz.

Mit mehr als 350 Teilnehmern hat am Sonnabend der erste Christopher Street Day (CSD) in Neustrelitz begonnen. Damit war die kleinste Schwulen- und Lesbenparade der Welt deutlich größer, als die Veranstalter erwartet hatten. Vom Bahnhof zog die bunte Truppe aus Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern durch die Augustastraße, die Elisabethstraße, die Luisenstraße und die Glambecker Straße zum Markt.

Dort empfing Bürgermeister und Schirmherr Andreas Grund mit einem pinkfarbenen Regenschirm die Feiernden. „Ich bin beeindruckt“, sagte das Stadtoberhaupt angesichts der Menschenmenge. Er freue sich, dass Neustrelitz durch den kleinsten CSD der Welt zum zweiten Mal in dieser Woche überregionale Aufmerksamkeit bekommt.

Zeichen für Toleranz und Verständigung

Zu Wochenbeginn hatte die Welt auf Neustrelitz geschaut, weil die Stadt mit 33 Grad Europas heißester Ort war. „Irgendwie passt beides ganz gut zueinander“, sagte Andreas Grund. „Damit unser Zusammenleben, wie es heute ist, zur Normalität wird und auch in Zukunft gelingt, müssen wir alle es aktiv gestalten. Schön, dass wir heute hier in Neustrelitz solch ein Zeichen für Toleranz und Verständigung setzen können.“ Dann zog die Parade weiter, die Seestraße hinunter und auf den Schlossberg, wo bis in die Nacht Musik gespielt und getanzt wird.

Weltweit werden Christopher Street Days veranstaltet, um für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern und gegen deren Diskriminierung und Ausgrenzung zu demonstrieren. Die größten CSD-Umzüge in Deutschland finden in Köln und Berlin statt.

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