TOURISMUS

Kurabgabe in Wustrow ist erst mal verschoben

Nach Priepert und Mirow hatte auch Wustrow die Einführung einer Kurtaxe auf der Tagesordnung zu stehen. Dazu ist es aber nicht gekommen – vorerst zumindest.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Vor allem der Wasser- und Bootstourismus spielt in der Gemeinde eine wichtige Rolle.
Vor allem der Wasser- und Bootstourismus spielt in der Gemeinde eine wichtige Rolle. T.LEMKE
Wustrow.

Eine Kurtaxe gibt es in der Gemeinde Wustrow zunächst noch nicht. Auf der Gemeindevertretersitzung am Montagabend hatte eine Entscheidung über eine ausgearbeitete Kurabgabensatzung zwar auf der Agenda gestanden. Zu einer Abstimmung kam es aber gar nicht erst, da der Beschluss zurückgestellt wurde.

Grünen-Gemeindevertreter Steffen Hofmann hatte den Antrag gestellt, die Kurabgabe von der Tagesordnung zu streichen. „Es bestehen viel zu viel Unklarheiten in der Kalkulation“, erklärte er auf Nordkurier-Nachfrage. Es solle lieber noch mal neu überlegt werden, als jetzt einen Schnellschuss zu beschließen, so Hofmann. Nur das blanke Wasser rundum zu haben, sei noch kein Grund zur Erhebung einer Kurtaxe. Erst müssten weitere Voraussetzungen geschaffen werden.

Thema ist nicht vom Tisch

Mit der Meinung stand der Canower, der auch beruflich in der Tourismusbranche unterwegs ist, letztlich nicht alleine da. Seinem Änderungsantrag stimmten fünf der anwesenden acht Gemeindevertreter zu. Damit ist das Thema in die nächste Legislaturperiode verschoben und wird sich ein neues Gremium in Wustrow, das sich erst nach den Kommunalwahlen zusammenfinden wird, mit der Kurabgabe beschäftigen. „Die neue Gemeindevertretung muss sich zur Kurabgabe Gedanken machen“, erklärte so auch Wustrows Bürgermeister Heiko Kruse (CDU) dem Nordkurier. Denn vom Tisch sei das Thema nicht.

Höhe der Kurabgabe ist noch offen

Mit der Satzung vom Montagabend wären im letzten Schritt „lediglich“ die Höhe und das Wie geregelt worden. Dass Wustrow eine Kurabgabe bekommen soll, sei weiterhin beschlossene Sache. Ein früherer Grundsatzbeschluss gelte nicht als aufgehoben, betonte Kruse. Denn bereits vor einigen Monaten hatten die Wustrower eine Entscheidung gefasst, wonach in der Gemeinde die Touristen-Abgabe grundsätzlich eingeführt werden soll.

Die jetzt verschobene Satzung hätte für Urlauber, die nach Wustrow, Canow, Drosedow oder in andere Ortsteile der Gemeinde reisen, eine Taxe in Höhe von 60 Cent pro Person und Aufenthaltstag bedeutet. Die Jahreskurkarte hätte 16,80 Euro betragen. Die Kommunalparlamente in Mirow und Priepert haben die Kurabgabe ab der Saison 2020 kürzlich bereits beschlossen.

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