AUSSTELLUNG

Laienkunstschau 2019 im Kulturquartier eröffnet

Auf der zweiten Laienkunstschau in Neustrelitz können einzigartige Werke bewundert werden. Allein technische Probleme schmälern den Genuss.
Ulrich Krieger Ulrich Krieger
Christa Stüwe und Christa Göpfert im Gespräch mit dem Bildhauer Jürgen Haupt an seiner Skulptur der „Hochnäsigen Dame“.
Christa Stüwe und Christa Göpfert im Gespräch mit dem Bildhauer Jürgen Haupt an seiner Skulptur der „Hochnäsigen Dame“. Ulrich Krieger
105 Bilder und Plastiken luden zum Betrachten ein. 
105 Bilder und Plastiken luden zum Betrachten ein. Ulrich Krieger
Neustrelitz.

Der Maler und Grafiker Joachim Lautenschläger durfte mehr als 100 Besucher bei der Eröffnung der zweiten Laienkunstausstellung im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz begrüßen, die in Zusammenarbeit des Seniorenbeirates der Stadt Neustrelitz mit der Volkshochschule und dem Kunsthaus Neustrelitz gestaltet wurde. In seiner Laudatio würdigte er die mehr als 50 Laienkünstler, die 120 ihrer besten Werke zu dieser Sonderausstellung einreichten. „Wichtig ist das Machen!“, betonte Lautenschläger. 105 der von Hobbymalern und Hobbybildhauern in ihrer Freizeit erschaffenen Werke können nun bis zum 3. März im Kulturquartier betrachtet werden.

Ideen für ein neues Bild im Schlaf

Einer der Ausstellenden ist der Neveriner Hans-Jürgen Stüwe. In Begleitung seiner Frau Christa und Freundin Christa Göpfert zeigt er Arbeiten in Aquarelltechnik. „Mein Hobby lebe ich zusammen mit weiteren 12 Mitstreitern in Groß Nemerow aus. Alle zwei Wochen treffen wir uns dort zum Malzirkel“, sagt Hans-Jürgen Stüwe. Seine Leidenschaft entdeckte er schon in der Schulzeit. Jetzt im Ruhestand entwickele sich sein Talent zur Hochblüte. Auf Ausstellungen des Malzirkels in Groß Nemerow und in den Wohnungen seiner Verwandten in ganz Deutschland könnten die Aquarelle schon bestaunt werden.

Der Neubrandenburger Hobbymalerin Giesela Weber kommen die Ideen für ein neues Bild oft im Schlaf. „Dann beginne ich ein neues Werk, in das ich diese Ideen einfließen lassen möchte. Erstaunlicherweise ist das Ergebnis oft ganz anders als gedacht“, ist die Künstlerin immer wieder überrascht.

Namenszettel an den Kunstwerken fehlen

Einen sehr späten Beginn seiner künstlerischen Laufbahn hatte wiederum der Neubrandenburger Hobby-Bildhauer Jürgen Haupt: „Erst mit über 50 Jahren wandte ich mich der Bildenden Kunst zu, besuchte Kurse über Malerei in der Volkshochschule und landete bei einer Rundfahrt zum Tag des offenen Ateliers beim Bildhauer Thoralf Jaeckel in Christianenhof. Als ich ihn arbeiten sah, sagte ich zu mir: Das will ich auch.“ Unter den Fittichen von Jürgen Haupt hat sich inzwischen eine Truppe Unentwegter gefunden, die sich jeden Freitag zum gemeinsamen Werkeln an Steinen treffen. Die acht Freizeitkünstler im Alter bis zu 70 Jahren nennen sich „Freitagsstein“ und legen viel Wert auf Handarbeit.

Ein wenig bedauerlich war bei der Ausstellungseröffnung die teils fehlende Beschriftung der Ausstellungsstücke mit den Namen der Künstler. Das wurde auch durch die Besucher beanstandet. Durch ein technisches Problem soll es nicht mehr möglich gewesen sein, die fehlenden Beschriftungen zeitnah zu erstellen.

 

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