Opfer aus Neustrelitz

Lebenslange Haft nach Doppelmord am Jungfernstieg gefordert

Ein 34-Jähriger soll seine Ex-Partnerin und seine kleine Tochter in Hamburg getötet haben. Die Staatsanwaltschaft sieht eine besondere Schwere der Schuld.
dpa
Im Prozess um den Doppelmord an der Hamburger S-Bahnstation Jungfernstieg hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert.
Im Prozess um den Doppelmord an der Hamburger S-Bahnstation Jungfernstieg hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Daniel Bockwoldt
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Hamburg.

Im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Mutter und ihre einjährige Tochter an der Hamburger S-Bahnstation Jungfernstieg hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Es sei zudem die besondere Schwere der Schuld festzustellen, sagte die Vertreterin der Anklage am Freitag im Hamburger Landgericht. Der 34-Jährige habe den Doppelmord aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch begangen, um die Mutter seines Kindes zu bestrafen.

Wird eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt und außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Der Angeklagte aus dem westafrikanischen Niger hatte vor Gericht gestanden, seine aus Neustrelitz stammende Ex-Partnerin und die gemeinsame kleine Tochter am 12. April 2018 vor den Augen zahlreicher Passanten mit einem Messer getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Hintergrund der Bluttat ein Sorgerechtsstreit mit der ursprünglich aus Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stammenden Frau war, die noch vier weitere Kinder mit anderen Männern hat.

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